wo haar isch…

Bloggen ist cool. Als ich vor fünf Wochen sehr spontan die kuschelpaedagogik ins Netz warf, habe ich nicht damit gerechnet, dass sich so schnell so viele Leser finden. Klasse, vielen Dank an euch alle, ich finds großartig! Und fast noch spaßiger als Bloggen ist ja Kommentare zu bekommen. Schön, schön! Machen wir mal alle so weiter, ja?*

Und jetzt lerne ich immer was dazu. Ich weiß z.B. seit kurzem, was ein pingback ist (ich kanns nur nicht erklären) und ich habe herausgefunden, dass ich sehen kann, mit welchen Suchbegriffen Leute auf den Blog stoßen (ja, eigentlich heißt es das blog, das weiß ich auch schon). Jetzt wüsste ich aber noch zu gerne, wer gestern bei Google

wo haar isch, isch froid

eingegeben hat. Und vor allem, warum jemand, der so etwas sucht, schlussendlich hier bei mir landet.

Seltsam! Also, wenn das jemand erklären könnte…?

Bis dahin gebe ich euch noch den ultimativen Supertipp zur feinmotorischen Förderung für Jungs: Ich habe einen Klassensatz Pricknadeln plus (wichtig: große!) Prickmatten für die Freiarbeit. Pricken ist ja etwas aus der Mode gekommen, in meinen Augen unbegründet. Kinder arbeiten schrecklich gerne mit spitzen, hochgefährlichen Geräten. (Natürlich muss man beim ersten Einsatz sehr dramatisch schildern, welche Gefahren und Risiken das Arbeitsgerät birgt, wieviel Vertrauen man in gerade diese Klasse setzt und – noch wichtiger! – man muss klar die Konsequenz bei Missbrauch aussprechen: Prickverbot! Schul-jahr-lang!) Pricken schult die Auge-Hand-Koordination, sorgt für sofortige Ruhe im Klassenzimmer und macht keinen Dreck. Supersache!

Es gibt im Onlineshop von Labbe Dinosaurierprickvorlagen, die nach erfolgreicher Bearbeitung die Skelette der Urzeitriesen freilegen. Meine Jungs stehen da drauf. Ausnahmslos alle. Ihr Ziel ist es, alle 16 Vorlagen auszupricken und damit ihre Kinderzimmerfenster zu verpflastern. (Die Klassenzimmerfenster gebe ich grundsätzlich nur für Gemeinschaftsprojekte frei. Es gibt wenig, was ich noch furchtbarer finde als die in Grundschulen so häufig sichtbare Ansammlung verschiedenster Kinderbasteleien nebeneinander.) Es gibt bei Labbe auch berühmte sakrale Bauten als Prickvorlagen, die ebenfalls recht gern genommen werden. Aber natürlich reichen sie nicht an den Charme eines Triceratops horridus heran.

Falls jetzt jemand nach den letzten beiden Beiträgen der Meinung ist, ich würde mich nicht genug um die Förderung meiner Mädchen kümmern – ich habe auch Prickvorlagen mit Elfen und Feen.

* Beim 10.000 Aufruf der Seite mach ich mir mit dem Herrn Weh ein Sektchen auf und trinke auf euer Wohl! :-)

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14 Gedanken zu “wo haar isch…

  1. Hier ist die nächste Satmmleserin die sich outet! Ich bin total begeistert von Deinem Blog und obwohl ich doch fast immer schmunzeln muß sehe ich die Lehrerschaft nun in einem etwas anderem Licht( Bis auf unsere Klassenlehrerin, die ist aus altem Holz geschnitzt und sicherlich vor vielen Jahren stehen geblieben!!!).
    Ich kann nur hoffen das noch viele Lehrer so sind wie Du!

    Du schreibst so herrlich-weiter so!

  2. Also ich lerne täglich bei Dir, Frau Weh, und ich bin ein Mädchen. Heute durfte ich erfahren, was Pricken ist… und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir das nienienie gemacht haben in den frühen 80ern.
    Und der Blog war eine wahnsinnig gute Idee, denn Dein Schreibstil musste einfach irgendwie in die Welt finden. Ich mag ihn und Dich und DEN Blog und öwerhaupt :)

  3. Huhu, Frau Weeeheee! Ich schon wieder. ;-)
    Wie angekündigt, habe ich mein Profil nun auch hier bei WordPress angelegt, statt bei Blogspot (ich war die MöchteGernBaldReferendarin), um hier nicht nur meine hoffentlich bald kommenden Erfahrungen im Grundschulbereich zu posten, sondern auch deine zu lesen. Mal eine technische Frage, da du ja jetzt schon so viel kannst: Wie geht das mit den Tags / Schlagwörtern / Wölkchen? Ich habe “Kategoriewolke” eingefügt, sie “Schlagwörter” getauft und nun erscheinen dort aber nicht die Schlagwörter, die ich unter einen Post schreibe, sondern die Oberkategorie, welcher ich den Post zugeordnet habe. Weißt du zufällig, wie man das einstellt, dass die Schlagwörter, welche du liebevoll “Wölkchen” nennst, auch so durcheinander da aufgezählt werden, wo deine auch stehen?

    • Ähm… ja… also, mal überlegen. Nach dem Schreiben eines Artikels fügst du unter Artikel-Schlagwörter die Tags ein. Die müssten dann automatisch in der Wolke auftauchen. Die Größe der Begriffe ändert sich je nach Häufigkeit. Die Kategorie gibst du unter Kategorie an, nicht unter Schlagworte, dann sollte sie da eigentlich auch nicht auftauchen. Ansonsten gibt es aber auch Hilfeforen bei WordPress.

      • Falsch: Die Kategoriewolke zeigt freilich die Kategorie an. Sie heißt im Original ja auch so, egal wie Sie sie nennen. Sie müssen eine Tagwolke in ihre Seitenleiste oder wo auch immer Sie sie haben wollen, bringen. Dann können Sie die Tagwolke nennen, wies Sie möchten, zeigen wird sie die Tags

  4. Ach ja und übrigens, das ist nun schon der 2. Blog (‘tschuldigung, DAS 2. Blog), dass ich lese, das von einer Lehrerin geschrieben wird. Ich, als Lehrerkind, hätte nicht geglaubt, dass mir das mal so viel Freunde machen würde.
    Danke auch Ihnen für den, äh das schöne Blog. Es söhnt mich etwas mit meinem Kindheitstrauma aus.

  5. Ein Tipp für das “Und vor allem, warum jemand, der so etwas sucht, schlussendlich hier bei mir landet.”: Selber ausprobieren. Geht jetzt nicht mehr, weil dieser Post das andere Ergebnis überdeckt, hilft aber gelegentlich. Manchmal allerdings wundert man sich schon, wie viele Suchergebnisseiten so mancheiner durchblättert.

    Achja, man hört ja immer so Vorurteile über Grundschullehrerin. Ich hielt die immer für albern und daneben. Bis ich mail eine Grundschullehrerin kennen lernte, und feststellen mußte, daß die so ziemlich jedes Vorurteil bestätigte. Ich finde es toll zu lesen, daß es doch auch solche gibt, auf die das nicht zutrifft.

    • Wunderbar, mein blog (ätsch, artikellose Formulierung gewählt) regt zum Nachdenken und Nachschlagen an. Was will ich denn mehr? :-) Frohes Weiterlesen!

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