(natürlich keine) 12 von 12

Ich würde der lieben Frau H. gerne den Wunsch nach 12 Momentaufnahmen aus meinem samstäglichen Leben erfüllen. Aber leider wird es dazu nicht kommen. Gestern war nämlich wieder Zeit für ein Treffen mit meinem Freund Marten. Aufmerksame Leser wissen ja bereits, dass diese regelmäßigen Treffen der gegenseitigen Bestätigung und musikalischen Qualitätsanalyse dienen. Nicht zuletzt aber auch der genussvollen Nahrungsaufnahme in fester und flüssiger Form. Die Schilderung der bisherigen Luftpumpenexperimente bescherte dem guten Marten zunächst also einen Lachanfall und daran anschließend ein hastig verschlucktes Scampi. Doch glücklicherweise komme ich ja frisch aus dem 1.Hilfe-Kurs! Tatütata, Frau Weh ist da! Somit konnte der drohende Erstickungstod durch die beherzte Zufuhr von Alkohol abgewendet werden. Da hat die Menschheit aber wirklich Glück gehabt, Marten ist nämlich ein echter SuperActionHeroTeacher!

Fotos von heute wären also vor allem eins: verwackelt.

Aber immerhin reiche ich noch die verdienten Gutscheine nach. Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern – Muster und Strukturen war natürlich der gesuchte Kompetenzbereich. Viel zu einfach, wie ich feststellen konnte. Schließlich habe ich es auf diesem blögchen ja mit lauter Profis zu tun!*

Ein schönes Wochenende wünscht

Frau Weh

*Den Herren, die sich beim Rätsel vor allem auf den Ausschnitt des Ausschnitts konzentrierten, möchte ich hiermit ein strenges NA NA NA! entgegenwerfen :-)

 

12. Mai 2012. Schlagwörter: , , , . Frau Weh hat Freizeit. 4 Kommentare.

Schon Ferienende?

Geschafft. Also das Familienfest. Ich aber irgendwie auch. Schön war es und das mittelgroße Wehwehchen glücklich. Na also. Gnädigerweise durfte ich den heutigen Tag dann auch noch zu Hause verbringen. Aufräumen, spülen und was sonst noch so dazu gehört. Morgen tausche ich dann mein

Ferienoutfit

Schürze – Kitsch*n Glam

wieder gegen das pädagogische ein. Mal sehen, was Lennox, Mia-Sophie (eine Karte und 5 E-Mails in den Ferien), all die Nicks und Justins zu berichten haben. Ich bin vorbereitet, wenn auch nicht ganz so perfekt wie sonst, dafür war in diesen Ferien so viel Leben um mich rum. Ich habs genossen. (Muss allerdings sagen, dass ich von Band 2 und 3 der Panem-Reihe recht enttäuscht bin.) Es ist übrigens eine neue Spülmaschine eingezogen, da bin ich doch recht froh drum. Das Miniweh braucht den Schnuller nur noch zum Einschlafen (= Teilerfolg), das mittelgroße Wehwehchen hat mich in den letzten Tagen mit sehr viel Freude erfüllt und ich starte – trotz aufregendem Wochenende – müde, aber zufrieden und leidlich erholt in die noch verbleibenden 12 Schulwochen bis zu den Sommerferien.

Nur Mut, Frau Weh!

16. April 2012. Schlagwörter: , , , , . Frau Weh hat Freizeit, Outfit der Woche. 12 Kommentare.

Äußerst ungünstig ist es,

wenn zum großen Fest am Wochenende dreißigköpfiger Familienbesuch ansteht und die Spülmaschine den Geist aufgibt.

Mist.

Somit müsste jetzt aber auch wirklich jeder Verständnis dafür haben, dass ich heute zwar mit Band 2 der Tribute von Panem, nicht aber mit den Arbeitsplänen für Klasse 3 und 4 beginnen konnte.

Ganz klar, oder?

Herzlichst

Frau Weh

13. April 2012. Schlagwörter: , , . Frau Weh hat Freizeit. 14 Kommentare.

Heute an der Türe

 

Postbote* (reicht Frau Weh einen aus der Werbung recht bekannten Pappkarton an): Sie schreien ja gar nicht.

Frau Weh: Sie sind ja auch nicht nackt.

Postbote: Es ist noch etwas frisch von den Temperaturen her.

Frau Weh: Glück gehabt.

Postbote: Stimmt. Tschüss dann.

 

* bereits bekannt aus dieser Episode

 

 

11. April 2012. Schlagwörter: , , . Frau Weh hat Freizeit. 4 Kommentare.

Motivationsloch

Ostern: war schön

Familie: glücklich, satt und zufrieden

verschiedene Projekte auf der familiären ToDoListe: abgehakt

Arbeitszimmer: aufgeräumt

Motivation: – - -

Motivation?

Ooooooohjeeeeeeeee. Ferienhalbzeiten machen mich immer destruktiv. Und das nur, weil ich die momentane Auszeit total genieße. Fast zu sehr. Jedenfalls in einem so hohen Maße, dass es mir wirklich schwer fällt, mich wieder langsam in den Schulmodus einzugrooven. Dabei ist die SCHULKRAM-Liste randvoll gekritzelt.

Andererseits gäbe es auch noch SO VIELE SCHÖNE DINGE, die ich tun könnte. Noch mehr lesen zum Beispiel. Oder noch mehr backen. Die Specials auf den Mad Men DVDs angucken. Ein Gedicht auswendig lernen. Vielleicht von Goethe. Wenigstens meinen Kleiderschrankinhalt nach Goethes Farbenlehre ausrichten. In ein paar Kleider zu investieren, die mir im Farbkreis noch fehlen. Eine rotweingetränkte Diskussion mit Herrn Weh führen, warum es un-ab-ding-bar ist, dass ich mir einen weißen Mantel im Sixtieslook zulege, auch wenn mein Leben einige klebrige Komponenten aufweist, die nicht zu dieser Farbe passen. Einen NicerDicer anschaffen. Noch mehr Homeshopping-TV gucken und dabei laut lachen. Einen Tag in die Sauna fahren. (Ohne Kinder. Ich kann Kinder in der Sauna nicht leiden. Und auch nicht abends im Restaurant, wenn es sich nicht gerade um das goldenen M handelt. Ich bin da überraschend intolerant.) Einen FamilienRundumGlücklichTag im Zoo, Schwimmbad oder – gruselig, aber wetterunabhängig – Indoorspielplatz verbringen. (Mit Kindern. Es ist ja jetzt nicht so, dass ich generell was gegen Kinder hätte. Ähem.) Fingerfarbenactionpainting mit dem Miniweh veranstalten. Danach putzen. Und baden. Mit Gesichtsmaske und Peeling und so weiter. Nägel lackieren! Gitarre mit dem mittelgroßen Wehwehchen spielen. Danach den abgesplitterten Lack erneuern. Oder das verlorene Plektrum suchen. Singen üben für die Hochzeit der ZweimeinerLieblingskollegen. Die Maltechnik von Eric Carle ausprobieren. Sport machen. Endlich mal wieder wild und hemmungslos… Zumbaschuhe besorgen!

Ooooooohjeeeeeeeee. Ich bitte inständig um Motivationsschübe, aufmunternde Kalenderweisheiten oder sonstige Ideen, wie ich mich aufraffen kann. So kann das ja nicht weitergehen!

10. April 2012. Schlagwörter: , , , . Frau Weh hat Freizeit. 19 Kommentare.

Frau Weh grüßt aus den Ferien

(hier gehts zum entzückenden Gimmick)

 

7. April 2012. Schlagwörter: , , . Frau Weh hat Freizeit. 1 Kommentar.

Ferienmodus

Familie Weh ist im Ferienmodus. Die Familienmitglieder freuen sich wahlweise über weniger Termine, morgendliches Versumpfen im Schlafanzug oder Milchkaffee mit geschäumter Milch. Gelesen wird natürlich auch viel.

Auch das mittelgroße Wehwehchen teilt die Angewohnheit mehrere Bücher parallel zu lesen. Vor allem aber sammelt es die gelesenen Werke dann stapelweise auf der Fensterbank. Gibt es ein besseres Argument für ungeputzte Scheiben?

Das Miniweh hat ebenfalls klare Vorlieben die Aufbewahrung betreffend. Leider auch bei der Auswahl der Lektüre:

Am liebsten Bobo. Danach Bobo. Und nach dem dritten Durchgang hat man vielleicht Glück und darf mit hochherrschaftlicher Genehmigung ein anderes Buch aus der Kiste ziehen. Schön, wenn seine huldvolle Wahl auf Pettersson und Findus fällt. Gar nicht gut, wenn es zu Der Fuchs sucht seine Socken greift. Schlecht gereimt, ziemlich zerfleddert, aber geliebt. Da helfen keine Argumente. Ein Gutes hat es, alle Familienmitglieder können das Buch mit geschlossenen Augen und im Tiefschlaf herunterbeten. Das kann hilfreich sein, wenn man sich beispielsweise

a) tatsächlich noch im Tiefschlaf befindet oder

b) schon mal die Einkaufsliste, die Unterrichtsplanung oder die Steuererklärung im Kopf vorbereitet.

Meine Ferienlektüre hat sich in den letzten Tagen bereits etwas verringert.

Die Lindgren-Biographie hat mir gut gefallen, gerade weil sie auch die problematischen und schwierigen Umstände der großen schwedischen Autorin beschreibt und nicht beschönigt. Dass die Autorin Maren Gottschalk selber ein großer Fan von Kalle und Co. ist, zeigt sich in ihrem liebevollen Schreibstil.

Der Schatten des Windes, ein Leihbuch, wird morgen den Weg zurück zu seinen Besitzern antreten. Ich gebe auf. Irgendwie habe ich den Einstieg auch nach mehrmaligem Anlesen nicht gefunden. Dabei soll das so schön sein. Hmm.

Die Farben der Insel ist ebenfalls ein Leihbuch. Steht noch auf der Lese-Warteliste.

Marie Hermanson (Muschelstrand) habe ich durch Der Mann unter der Treppe (toll!) kennengelernt und mittlerweile einiges von ihr gelesen. Teilweise verschlungen. Teilweise auch wieder irritiert aus der Hand gelegt. Sie beschreibt schonungslos, direkt und teilweise seziererisch die Psyche ihrer Charaktere, die eigentlich nie Sympathieträger sind. Und dennoch – oder gerade daher – packt es den Leser. Muschelstrand hat mich berührt, gerade auch weil es um Menschen geht, deren Lebensweg nicht unbedingt geradeaus verläuft. Hier unter anderem ein autistisches Mädchen und eine psychisch kranke junge Frau. Wie gesagt, berührend. Das letzte Buch von Hermanson, das ich gelesen habe Pilze für Madeleine habe ich umgehend nach dem Auslesen weitergereicht, behalten wollte ich es jedenfalls nicht. Gleiches Schicksal teilte Saubere Verhältnisse, während Die Schmetterlingsfrau für mich einen der großartigsten Schreckmomente meines Leselebens beinhaltete. Bücher von Marie Hermanson sind für mich also wie der Griff in die Wundertüte, entweder fesselnd, beeindruckend, irritierend oder auch regelrecht abstoßend.

Ein absolutes Geht-immer sind hingegen die Bücher der Scheibenwelt von Terry Pratchett. Da kann man irgendwie auch nichts mit falsch machen. Ich finde Pratchett großartig. Belesen, klug, interessiert, pointiert, witzig, philosophisch, … wer die Discworld-Bücher nicht wenigstens einmal versucht, ist selber schuld. Dieses Versäumnis braucht ihr mir also ganz gewiss nicht in die Schuhe schieben! Dementsprechend flüssig zogen Ab die Post und Schöne Scheine hier vorbei. Dummerweise in der falschen Reihenfolge, aber ich war schlichtweg nicht in der Stimmung, um das Sofa

einer der beliebtesten Leseorte im Hause Weh

noch einmal zu verlassen und den anderen Band aus dem Bücherregal zu holen. Das habe ich dann ein paar Stunden später gemacht. Ich bin ja kein wirklicher Genussleser. Also jemand, der ganz gemütlich ein paar Seiten liest, darüber nachdenkt und dann mal ein Päuschen einlegt. Wenn ich lese, dann schnell. (Herr Weh sagt, das wäre mit allem so, was ich täte. Das stimmt aber überhaupt nicht. Gar nicht. Nie! Bei Hefeteig zum Beispiel lege ich eine nahezu überirdische Geduld an den Tag. Sonst wird er nämlich nichts. Ein guter Hefeteig braucht Zeit. Und nicht zu warme Milch.)

Überhaupt, der Herr Weh. Unser allzeit vorausschauendes Familienoberhaupt macht keine Ferien. Im Gegenteil wappnet er sich mit seiner Badezimmerlektüre gegen den möglichen Ernstfall einer Zombisierung unserer Gesellschaft (bereit, seine Familie zu verteidigen, auch wenn es das Letzte ist, was er tun wird. Hah, nehmt das! Und das, ihr Untoten!),

kompensiert dies aber an anderer Stelle mit einem grünen Klassiker (na, wer erkennt ihn?).

Vermutlich liest er heimlich noch irgendein Buch, das er vorsichtshalber vor mir versteckt hat, damit ich es nicht vor ihm lese. Er ist gerade außer Haus, ich sollte schnell suchen gehen…

3. April 2012. Schlagwörter: , , , . Frau Weh hat Freizeit. 41 Kommentare.

Elternabende im Hause Weh

Hallo, ich bin´s mal wieder. Herr Weh.

Frau Weh ist heute etwas unpässlich und hat mich gebeten sie zu vertreten. Was ich zugegebenermaßen mit wachsender Freude tue. Heute werden wir uns einmal dem Thema Elternabend widmen.

Der gewöhnliche Grundschullehrerinnengatte lernt recht schnell, dass er an Elternabenden* nur wenig Schlaf erwarten kann.

Der Elternabend an sich ist ja bereits ein Termin, dem die gesamte Familie Weh, je nach persönlichem Involvierungsgrad und aktueller Stimmungslage der betroffenen Elternschaft, mehr oder weniger intensiv entgegen fiebert.

Während der Gatte (also Herr Weh) im Vorfeld wahlweise Trost spendet (“ist ja das letzte Mal in diesem Schuljahr…”), Mut zuspricht (“wird schon nicht so lange dauern heute…”), kommunikative Tipps gibt (“lass die mal einfach reden…”) und zum Abschied noch einen kritisch würdigenden Blick auf das pädagogische Outfit der Woche wirft (“dieses maritime Halstuch lässt dich heute äußerst seriös wirken…), ist der pädagogische Nachwuchs eher pragmatisch orientiert (“mama wieda sule, jaa?”, “oooooh, kannst du mir heute gar nicht vorlesen?”).

Ist Frau Weh erst einmal aus dem Haus und die Wehwehchen im Bett, beginnt für Herrn Weh das Warten. Und je nach persönlichem Involvierungsgrad und der aktuellen Stimmungslage der betroffenen Elternschaft auch ein bisschen Bangen.

Tatsächlich ist es ungemein schwer solch einen “freien” Abend zu genießen. Selbst bei erfolgsversprechendem Start wird die Entspannung zu fortgeschrittener Stunde oftmals etwas bröselig an den Rändern. Früher habe ich ja manchmal versucht, einfach zeitig ins Bett zu gehen und mich schlafend zu stellen. Erfolglos.

Denn die Erfahrung hat gelehrt: Nach einem Elternabend, egal ob gut oder schlecht, braucht die gewöhnliche Grundschullehrerin ein offenes Ohr, nach schlechten Elternabenden sogar ein besonders großes. In der Regel leiht sie sich das des Grundschullehrerinnengatten.

Also habe ich mich darauf eingestellt, geduldig auf die Heimkehr von Frau Weh zu warten, und mir genau anzuhören, was die Mutter von Mia-Sophie…, und wie der Vater von Tom2…, und ja, also die Eltern von Amelie, also wirklich… Und eigentlich wäre ich ja schon viel früher, aber die Mutter von Justin…, und danach musste ich noch mit Frau Schmitz-Hahnenkamp…

Und wenn alles, was  nach so einem Elternabend einfach gesagt werden muss, gesagt wurde und im offenen Ohr von Herrn Weh verschwunden ist, dann verwandelt sich die beste Grundschullehrerin der Welt** ganz langsam in die beste Ehefrau von allen***, und macht Feierabend.

———
* wahlweise auch Schulpflegschafts- und  Fördervereinssitzungen, oder andere spannende Veranstaltungen, mit denen sich Pädagogen gerne mal den Abend vertreiben, wenn sie nicht gerade am heimischen Schreibtisch sitzen.

** natürlich nur nach den durch und durch subjektiven Bewertungskriterien von Herrn Weh.

*** ihr wisst schon…

26. März 2012. Schlagwörter: , , . Der tägliche Wahnsinn, Frau Weh hat Freizeit, Vertretungsstunde. 13 Kommentare.

Nachlese

Ob eine Fortbildung wirklich etwas taugt, merkt man oft daran, wie einen der Alltag wieder empfängt. Zu mir war er heute äußerst charmant, was ganz eindeutig an meiner guten Laune, aber auch daran lag, dass ich sofort und ohne Umstände zwei, drei, vier Elemente frisch von der Burg in den Unterricht integrieren konnte. Der restliche Input köchelt noch und zieht in den nächsten Tagen gut durch. Dann erst erfolgt die finale Auslese: die guten ins Töpfchen, die schlechten… na, ihr kennt das ja, wir Lehrer aschenputteln uns ja alle so durch die Fortbildungslandschaft.

der wunderschöne Tagungsort

Mein absolutes Highlight war auf jeden Fall der Schlagzeugkurs, den ich besucht habe. Nicht ohne die – vermeintlich berechtigte – Sorge, mich bis aufs Mark zu blamieren. Von wegen überkreuz und so. Tatsächlich durfte ich feststellen, dass ich gar nicht völlig talentfrei bin, was ich zugegebenermaßen auch dem wirklich überzeugenden didaktischen Händchen von Schlagzeug-Uli verdanke. Der drehte nämlich im rechten Moment die Musik auf und den Kopf weg und erschaffte so einen akustischen wie optischen Kokon, in dessen Schutz und Gnade ich hemmungslos AM-STER-DAM, AM-STER-DAM trommeln und auch noch lauthals Queensongs mitkrähen konnte. Lustig in diesem Zusammenhang die beiden älteren Kollegen an den Drumsets links und rechts neben mir, die – rhythmisch ebenfalls nicht über jeden Zweifel erhaben – dieses durch ein verblüffend effektives und so typisch männliches Verhalten wettmachten: sie wurden einfach lauter. Und lauter.

UND. NOCH. ETWAS. LAUTER.

Denn ist der Beat erst ruiniert, trommelt sichs ganz ungeniert. Und soll ich euch was sagen? Sie hatten Erfolg damit. Prompt haute es mich ebenfalls aus dem scheinbar so sicheren Viervierteltakt. Ach, es war einfach wunderbar! :-)

Nicht ganz so wunderbar und ganz sicher auch nicht ungeniert ist meine tiefe Abneigung gegenüber Gruppenspielchen, bei denen sofort und hemmungslos der volle Körperkontakt gesucht wird. Trau-ma-tisch. Ich war schon bei Fortbildungen, in denen Nacken geknetet und benachbarte Oberschenkel bepatscht wurden. In den ersten 10 Minuten! Örgs. “Du, isch bin der Manfred, kannst ruhisch rischtisch zupacken!”. Samstagmittag wurde es wieder grausame Wirklichkeit: “Jetzt gehen alle im Rhythmus zur Musik und wenn ihr euch begegnet, springt ihr hoch und klatscht euch ab.”

Ja, bäh, wer will das denn!? Verdammt, ich bin nur knapp größer als Oskar Matzerath. So hoch kann ich gar nicht springen, dass ich dem unausweichlichen Zusammenprall mit größeren Kollegen an unaussprechlichen Stellen ihres Körpers entgehen könnte. Wah, nee! Gelegentlich kommt mir der Verdacht, dass es KollegInnen gibt, die einzig und allein wegen solch blöder gruppendynamischer Spielchen an Fortbildungen teilnehmen… Daher sank meine Laune am Samstag kurzzeitig leicht ab. Aber nicht lange, glücklicherweise kann ich sowas abschütteln wie ein Köter den Regen. Außerdem war das Essen gut. Das ist ein wirklich nicht zu unterschätzender Punkt bei solchen Geschichten. Die Qualität der Schlafstätte hingegen ist zweitrangig. Da verbringt man erfahrungsgemäß nicht so viel Zeit drin. Aber das Essen! Schließlich verbrennt man ja auch wahnsinnig viele Kalorien. Also ich war nämlich auch tanzen. Und was ich da alles ausgeschwitzt habe. Unbeschreiblich. (Die Duschen waren übrigens nicht so toll. Irgendwie tröpfelig. Frau H. griff daher beherzt zum Vanilledeo. Voll retro, der Gestank.)

Was bleibt, ist eine bleischwere Müdigkeit, einige gute Ideen, das befriedigende Gefühl, dass der eigene Unterricht eigentlich schon ziemlich anständig ist und die feste Gewissheit, dass ich das nochmal machen will.

Allerdings ganz sicher ohne das Gruppenwuscheln.

5. März 2012. Schlagwörter: , , , . Frau Weh hat Freizeit, Unterrichtsvorbereitung und andere Zeitfresser. 5 Kommentare.

Daumen rauf

Ju-huu, da bin ich wieder. Was für ein gutes, lustiges, musikalkohöllisches, anregend-anstrengendes Wochenende! Ich habe mir Schwielen in die Hände getrommelt, südamerikanischen Hüftmuskelkater zugezogen, nicht unbedingt freiwillig völlig fremde Leute angesprungen* und viel, viel, viel gelacht. Kurz, es war ganz wunderbar. Weitere Schilderungen in Schrift und Bild müssen bis morgen warten, Frau Weh ist grad ganz schön alle.

Als kleine Impression die sich ewige Treue schwörenden Daumen von Frau H. und mir, verbunden mit dänischen Heftpflastern (ja, das sind tatsächlich die Kleine My nebst Hatifnatten) vor historischem Backstein. 

* Ein Warm Up an und für sich ist ja eine feine Sache, aber…!

4. März 2012. Schlagwörter: , , , . Frau Weh hat Freizeit, Unterrichtsvorbereitung und andere Zeitfresser. 2 Kommentare.

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