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Fast Food

Endlich wieder mal ein Warm Up. Und dann gleich eins mit hohem Spaßfaktor.

Fast Food

Die Idee stammt nicht von mir, vielmehr kenne ich das Spiel noch aus meiner eigenen Grundschulzeit. Es gibt verschiedene Karten* mit Fast Food Varianten:

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Pro Karte gibt es eine festgelegte Position:

Cola: Im Stand einen Arm als Strohhalm hochstrecken und das Handgelenk abknicken.

Ketchup: Mit einem lauten Bschgschffft zu Boden fallen lassen.

Pizza: Flach auf den Boden legen.

Pommes: Still stehen, die Arme über den Kopf recken.

Hot Dog: Ein Kind ist das Brötchen und umarmt locker (!) ein anderes Kind. Das arme Würstchen…

Hamburger: Drei Kinder liegen übereinander. (Vorher klären, welche Kombination dabei (un)möglich ist.)

Gespielt wird ähnlich wie Stopptanz; die Kinder bewegen sich frei zur Musik im Raum. Das Lied wird unterbrochen und alle müssen die Position der vom Spielleiter hochgehaltenen Karte einnehmen. Man kann mit Ausscheiden spielen, oder – wie wir – einfach nur pur bis zum Ende des Liedes. Weil es sich ja um Fast Food handelt, muss alles möglichst schnell passieren.

Der Soundtrack zum Glück kommt von Hot Butter:

Die Kinder sollen Rhythmus und Charakter des Songs in ihre Bewegungen übernehmen. Das können sie ganz gut ohne weitere Anleitung. Vorher zu klären ist, dass niemand gezwungen ist Hot Dog oder Hamburger mitzumachen und dass es völlig ok ist, wenn man dabei aussetzen möchte. Tatsächlich finden die Viertklässler aber natürlich gerade diese beiden Figuren wahnsinnig spannend und freuen sich wie Bolle, wenn denn endlich, endlich der Hamburger an der Reihe ist. (Der vorausschauende Spielleiter lässt die Kinder übrigens gerne zwei-, dreimal hintereinander als Ketchup zu Boden fallen und setzt die Fleischvarianten recht spärlich ein. Und das hat nun rein gar nichts mit veganem Gedankengut zu tun ;-) )

Viel Spaß!

* Natürlich geht es auch ohne Karten und mit Ansage, aber ich wollte doch die Stifte ausprobieren!

Von Kullerkugeln und bunten Röhren

So, da bin ich wieder. Wir hatten ein paar schöne Tage, also melde ich mich gut gelaunt zurück. Und zwar direkt mit einem Warm Up. Schließlich ist nach dem Schuljahr ja bekanntlich vor dem Schuljahr. Und da sollte man sich schon ein bisschen aufwärmen, sonst zerrt man sich noch was beim Kaltstart in 2012/2013.

An vielen Schulen gibt es mittlerweile Boomwhackers. Die Dinger sind ja richtig beliebt. Ich mag sie zugegeben auch gerne, sie sind bunt, fast unkaputtbar und sogar richtig viele davon klingen gemeinsam immer noch leiser als ein Klassensatz Orff-Instrumente oder gar die Samba-Ausstattung. (Aufmerksame Leser wissen, meine Ohren sind mir heilig!). Daher heute das leiseste aller leisen Warm Ups:

Die murmel…murmel…Murmelbahn

Benötigt werden pro Gruppe mindestens eine große Murmel (Glas, Holz, Metall, Titschball – ganz egal), ein Auffangbecher o.ä. aus Plastik, evtl. Stühle als Hilfsmittel und für jedes Kind ein Boomwhacker. Gespielt werden kann entweder in Kleingruppen oder mit der gesamten Klasse. Es ist nicht verkehrt, wenn man pro Gruppe einen “Bauleiter” einsetzt, der den Bahnbau anleitet und bei der Durchführung auf die Anschlussstellen achtet. Die Aufgabe lautet aus den Röhren eine funktionierende Murmelbahn zu konstruieren, bei der die Murmel oben eingeworfen wird und unten wieder herausrollt. (Idealerweise in den Auffangbecher und nicht quer durch den Musikraum. Das würde ich als besonders schwere Herausforderung deklarieren, die Erfahrung zeigt, dass dies ein guter Anreiz ist, sich da ein wenig Mühe zu geben.) Die einzelnen Gruppen bekommen etwas Zeit zum Ausprobieren und führen dann nacheinander ihre Murmelbahnen vor. Der Phantasie sind dabei physikalische Grenzen gesetzt und manch einen mag es erstaunen, aber tatsächlich ist die Erdanziehungskraft sogar im Musikraum nicht außer Kraft gesetzt. Oder ist sie gar stärker, weil er im Keller liegt…?

Warum ich dieses Warm Up liebe:

  • der Murmelbahnbau und -test macht den Kindern enormen Spaß. (Ich stehe einfach auf Unterricht, in dem gelacht wird.)
  • das Warm Up lässt sich hervorragend mit Höraufträgen kombinieren (Auswirkungen des Kugelmaterials auf den Klang, unterschiedliche Tonhöhen der Boomwhackers etc.)
  • hier ist Zusammenarbeit gefragt und zwar ganz unabhängig vom sonstigen Leistungsvermögen
  • es sieht schön aus und ist wirklich himmlisch leise  :-)

Warum meine Schüler dieses Warm Up lieben:

Zitat von Justin: “Das ist irgendwie voll abgefahren!”

VIEL SPASS!

 

Heute ein Klassiker

Es naht ein neuer Monat, also ist ein neues Warm Up fällig. Ich greife auf einen Klassiker zurück und bastle mit den Kindern ein Rhythmus-Ostinato zu We Will Rock You. (Die Studioversion ist in diesem Fall einer Liveversion vorzuziehen, die Schüler können hierbei den Rhythmus erfahrungsgemäß besser abnehmen.)

Den Grundrhythmus kennen sie, können sie und finden ihn cool. Die Kunst jetzt ist es, den Rhythmus auch zu halten und ein bisschen damit zu spielen. Ich baue einen kleinen Drumcircle auf mit dem, was eben so da ist. In unserem Fall sind das 6 Cajons, eine Djembe, ein bisschen Kleinkram und eine beträchtliche Menge rechteckiger Holzhocker, die sich hervorragend zum Trommeln eignen.

Variante 1:

Zunächst übernimmt die Komplettgruppe den Beat. Nacheinander (zunächst auf mein Zeichen, nach einigen Malen funktioniert das auch ohne mein Zutun) setzen die Kinder aus bis niemand mehr spielt. Auf (m)ein Zeichen starten wieder alle, stoppen, starten, usw. Hier kann man die Gruppe auch ein bisschen experimentieren lassen. Es ist ein tolles Gruppengefühl, wenn alle spielen, ebenso beeindruckend ist das Einsetzen nacheinander bis wieder alle spielen.

Variante 2:

Alle spielen den Rhythmus mit. Auf ein Zeichen wird Hocker, bzw. Instrument im Uhrzeigersinn getauscht, aber so schnell wie möglich, damit keine Lücken im Klangteppich entstehen. Läuft das gut, kann man ein zweites Zeichen einführen, um – na klar – gegen den Uhrzeigersinn zu wechseln. Spaßig.

Ganz wichtig:

Boxen ordentlich aufdrehen, das muss LAUT sein.

Warm Up Nr.1

Neue Kategorie: Warm Up. In loser Folge stelle ich euch hier die Amuse Gueules meines Musikunterrichts vor.

Warm Ups sind seit ein paar Jahren immer mehr zum festen Bestandteil des Musikunterrichts geworden. Dabei kann das Warm Up unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Es kann vorbereitend auf das Stundenthema eingehen, musikalische Elemente vorweg üben, aber auch einfach “wach machen”, aufwärmen, Lust machen auf das, was folgt. In der Regel freuen sich die Kinder, wenn als nächste Stunde Musik ansteht (manche freuen sich sogar ein bisschen zu sehr… auch da kann ein Warm Up eine gute Sache sein), warum das nicht also ausnutzen und von Anfang an klarmachen, dass jetzt der schönste Teil des Schulmorgens startet?

Weil ich recht viele Musikstunden gebe, konzipiere ich nicht für jede Gruppe, jedes Thema ein eigenes Programm, sondern überlege mir das Warm Up des Monats. Das stelle ich an einem festen Punkt im Musikraum als Aushang vor. Jetzt aber Butter bei die Fische, hier ist Warm Up Nummer 1:

Fats Domino: I’m walking

Die SuS gehen im Rhythmus kreuz und quer durch den Raum. Begegnen sie sich, so folgt eine nonverbale Begrüßung aus einem Repertoire, das vorher festgelegt wurde (Händeschütteln, Gimme Five, Check, winken, kleine Verbeugung, etc.). Bei jeder neuen Begegnung ist auch eine andere Begrüßungsform fällig, auf die sich die zusammentreffenden Kinder ohne zu sprechen einigen müssen. Das ist ein bisschen wie Schnick-Schnack-Schnuck spielen, nur lustiger. Wird die Musik gegen Ende des Stückes leiser, dann sollen die Plätze aufgesucht werden, sodass pünktlich zum Ende des Songs alle auf ihren Plätzen sitzen. Wichtig: die Begrüßung darf nicht übertrieben werden, also wird keiner k.o. geschlagen (in manchen Gruppen ist es sinnvoll, dies vorher zu erwähnen). Ansonsten macht das Stück gute Laune und selbst Kinder, die sich gerade nicht so wohlgesonnen sind, können prima mitmachen, weil sie sich aus dem Weg gehen können. Durch den klaren und motivierenden Rhythmus, den groß angelegten Bewegungsraum und die einfache Aufgabe haben die SuS keine Schwellenangst und so werden auch Kinder angesprochen, die sich ansonsten nicht gerne vor den anderen produzieren.

kleines Musikrätsel

Was ist das und wofür kann man es ganz hervorragend im Musikunterricht einsetzen?

Kleiner Tipp, es wird hiermit kombiniert:

Und hiermit:

Alles in Klassenstärke hälftig durchmischen, Lautstärke ordentlich aufdrehen und heraus kommt ein äußerst spaßiger Spiel-mit-Satz, der sich gut als Warm-Up für die Zeit zwischen Herbst- und Weihnachtsferien eignet. Meine lustigen Zweitklässler jedenfalls hielt es nicht auf den Stühlen und so hüpften sie klingelnd und klappernd in einer spontanen Polonaise durch den Musikraum.

Irgendwie sind sie ja schon ganz putzig :-D

SonneBlätterHerbst

Es sind Ferien und prompt gibt es nichts zu berichten. Was soll ich sagen? Nett ist es. Das Wetter ist schön, die Kinder guter Dinge. Alles wie es sein sollte. (Fast alles, aber bis ich bereit bin, darüber zu berichten, benötige ich noch etwas Insektizid und ein paar Umdrehungen in der Waschmaschine. Vielleicht also morgen.)

Das Feriensingen war lustig und vor allem laut. Sambatrommeln haben wirklich eine Menge Wumms. Ich war aber so schlau und habe mir einen Ohrstöpsel genehmigt. Links. Da standen nämlich Mia, Kolja, Luis und Timo und hatten rote Anstrengungsbäckchen und strahlende Äuglein, waren sie doch die Glücklichen.

“It’s WUMMS …round, it’s WUMMS …round, it’s WUMMS …round a…WUMMS about and I be… WUMMS, I get a WUMMS, I have a WUMMS …ehaut, round a…WUMMS”

Laura berichtete mir später erfreut, ihr ganzer Bauch hätte dabei mitgewackelt, was sich lustig angefühlt habe, da sie doch vorher noch ihren ganzen Kakao getrunken hätte.

Mein Favorit war aber die gigantische Bodypercussion mit allen Klassen:

Nein, das sind nicht meine Chorkinder. Aber fast so hat es sich angehört*. Beim nächsten Mal stelle ich noch jemanden mit einer Taschenlampe dahin. Vielleicht René, dann hat er die Hände voll und muss nicht immer seine Nachbarn schubsen.

*Wenn man das nachmachen will, unbedingt auf Blickkontakt achten und den Kindern einimpfen, dass sie nacheinander mit den Geräuschen einsteigen. Dann wirds gut :-)