Frau Weh
Tja, da sind wir nun auf einer Seite, die sich nur mit mir beschäftigt. Wie lustig! Wer will das denn lesen? Aber da ich selber zu den enorm neugierigen Menschen gehöre, gibt es ja vielleicht auch noch andere, die gern mal einen kleinen Einblick in den Kopf von Frau Weh bekommen möchten. (Außerdem will ich herausfinden, wie das hier mit den verschiedenen Seiten geht.) Nun denn:
Ich bin seit 2001 im Schuldienst und Grundschullehrerin aus Freude und der tiefen Überzeugung heraus, dass gerade junge Kinder die besten Lehrkräfte verdient haben, die es gibt. Die Basisarbeit, die wir tagtäglich in der Grundschule leisten, geht so weit über das hinaus, was in den Lehrplänen verankert ist. Kindern Spaß und Freude am Lernen zu vermitteln, sie eine Zeit lang bestmöglich auf Lern- und Lebensweg zu begleiten, sind zwei Dinge, die mir wichtig sind. Manchmal gelingt mir das ganz gut, manchmal weniger. Aber ich bleibe dran.
Was mich für den Beruf wohl mit am meisten qualifiziert, sind meine (fast) unerschöpfliche Fröhlichkeit, meine starken Nerven und die Fähigkeit sogar richtig fiese Frühstückspausenessensgeschenke anzunehmen und trotzdem zu lächeln. Ich kann drei Kindern gleichzeitig zuhören, dabei ein Pflaster an die richtige Stelle kleben und Lennox anpflaumen auf der Stelle! mit der Schere von Mia-Sophies Zopf wegzugehen. Außerdem kann ich in der Regel ganz gut mit Eltern. Das ist nicht zu verachten in diesem Job.
Ansonsten esse ich gerne Kekse und lese Bücher. Viele Bücher, meistens mehrere gleichzeitig*. Ich gebe zu viel Geld für Fachliteratur und skandinavische Modelabels aus (von denen manche meiner reizenden Kolleginnen behaupten, sie sähen öko aus. Ich dementiere dies hiermit!). Bei Wehs zu Hause laufen noch ein wunderbarer großer Weh und ein paar Wehwehchen herum, alle liebe ich sehr. Musik ist wichtig für mich. Ich trinke Milchkaffee und bin freundlich zu unseren Nachbarn. Viel mehr kann man nicht verlangen, oder?
* Mein Vorname ist nicht Tiffany. Aber Terry Pratchett ist ein ganz Großer! E.T.A.Hoffmann auch.
rebhuhn antwortete:
bin gerade erst hier gelandet, finde Sie aber jetzt schon saumäßig sympathisch
!
31. August 2011 at 23:30. Permalink.
primimaus antwortete:
Dankeschön!
1. September 2011 at 06:39. Permalink.
kleinesbonsaile antwortete:
Hallo liebe Frau Weh,
ich habe nun einen Blog für meine Klasse gestartet und zwei Fragen an dich: Wo hast du den Link gefunden, dass man deinen Blog abonnieren kann? Und wo hast du den Besucherzähler her?
Danke dir!
1. September 2011 at 16:06. Permalink.
primimaus antwortete:
Oje, ich bin eine Niete bei sowas… Bist du bei wordpress? Da gibt es links in der Spalte den Punkt Widgets, da kann man die beiden Elemente rüberziehen.
1. September 2011 at 16:20. Permalink.
Sany antwortete:
*grins*
Als ich eben “Weh” gelesen habe, musste ich sofort an Tiffany denken
Habe kürzlich das Mitternachtskleid ausgelesen
2. September 2011 at 17:52. Permalink.
primimaus antwortete:
Ein so tolles Buch!
2. September 2011 at 20:18. Permalink.
winnieswelt antwortete:
so lustig; … ich bin dann mal die 100ste; hab ich jetzt was gewonnen?
24. Januar 2012 at 16:24. Permalink.
primimaus antwortete:
Na dann herzlichen Glückwunsch!
Du hast einen Nachmittag mit Kaffee und Keksen bei mir gewonnen. Ich hoffe du freust dich!?
24. Januar 2012 at 18:20. Permalink.
tausch_aus antwortete:
hallo frau weh –
ich lese ihren blog und erkenne mich darin ein stückchen wieder…
zugegebenermassen bin ich wahrscheinlich zu überzeugt von meinen überzeugungen und habe deswegen das gefühl, dass ich doch grosse ahnung vom LehrerInnensein habe… aber…
…was und wer bin ich und halte ich dem später alles stand (bin in der lehrerausbildung).
oft bin ich anderer meinung wie andere es sind und meistens gibt es dadurch keinen zuspruch… eigentlich bin ich ja selber nicht sehr sicher – obwohl…
lange rede – keinen sinn! was mich sehr neugierig machen würde, wäre ihre meinung zu einem thema, dass mich schon länger beschäftigt.
es geht um scham und angst. ich glaube, dass diese natürlichen gefühle sehr behinderlich in unserer arbeit sein können, wenn man sie nicht erkennt und akzeptiert. ich glaube auch, dass sich viele probleme erst dadurch ergeben und erklären lassen. vor allem in der interaktion. ein kind spürt “doch”, ob die lehrperson “selbstsicher” ist oder nicht. wenn die lehrperson mit variation und ungewissheit umgehen kann, dann ist sie doch offener und spontaner und damit professioneller in ihrem handeln?!
es würde mich sehr freuen, eine anregende diskussion führen zu können. ich hoffe auch, dass sich alle die das lesen sollten sich vielleicht ein bisschen angesprochen fühlen und von ihren persönlichen eindrücken erzählen…
auf bald mit liebem gruss
tausch_aus
26. Januar 2012 at 14:19. Permalink.
primimaus antwortete:
Hallo, vielen Dank für den ausführlichen Kommentar.
Scham und Angst in Bezug auf was? Das zu wissen wäre wichtig für eine sinnvolle Diskussion. Aus dem Bauch raus wüsste ich jetzt keinen Ansatzpunkt in Bezug auf meine tägliche Arbeit, da bin ich relativ angstfrei
Aber Scherz beiseite, ich bin überzeugt davon, dass Kinder spüren, ob eine Person Authentizität ausstrahlt, egal auf welche Art und Weise.
Also bleibe ich gespannt auf weitere Ausführungen!
26. Januar 2012 at 19:11. Permalink.
S.F. antwortete:
Liebe Frau Weh,
eben musste ich an Dich denken und da ist mir doch Dein Blog wieder eingefallen…Nach eifrigem Stöbern und Lesen,bin ich nun bester Laune und freue mich auf noch mehr Geschichten.
Wenngleich ich die Live-Erzählungen selbstverständlich bevorzuge!
Liebe Grüße S.
1. Februar 2012 at 11:28. Permalink.
primimaus antwortete:
Oh, wie nett
Jederzeit gerne!
1. Februar 2012 at 20:00. Permalink.
Karolin antwortete:
Hallo Kollegin, wenn auch unbekannt!
Ich bin seit ein paar Wochen hier auf diesem Blog unterwegs und ich freue mich jedes Mal, wenn ich eine Mail mit dem neuen Artikel bekommen.
Ich bin seit 1999 im Schuldienst (also in etwa gleich lang wie du, Frau Weh).
Es ist herrlich, sich in so manchen Geschichten wieder zu finden.
Ich schreibe unglaublich gerne und habe vor einiger Zeit beschlossen, auch zu bloggen. Da standen 2 Themen zur Debatte: Meine Kinder in der Schule oder meine Pseudodrillinge zu Hause.
Es sind dann die Pseudodrillinge geworden, über die man hier lesen kann:
http://www.dachbuben.com , hier schreibe ich.
Lesen tu ich dafür sehr gerne bei DIR
Weiter so!
Karolin
9. März 2012 at 15:43. Permalink.
primimaus antwortete:
Pseudodrillinge, das ist ja niedlich
9. März 2012 at 17:35. Permalink.
bcprophecy antwortete:
Hallo Frau Weh
Ich bin erst gerade hier auf ihren Blog gelandet und habe mich sofort inspiriert gefühlt. Besonders das Bild des grimmig schauenden Mädchens mit dem roten Kleid an der rechten Seite ist mir sofort aufgefallen und scheint vertraut. Auch wenn ich mir nicht mehr sicher bin aus welchem Kinderbuch oder aus welcher Kinderserie diese Figur stammt, so fühle ich mich besonders an den Struwwelpeter erinnert.
Vielleicht haben sie ja Lust, ihren Senf dazu zugeben. Mich würde es riesig freuen.
Wer kennt ihn nicht, den Struwwelpeter ?
Besonders die Daumenlutscher-Geschichte ist mir, wenn auch nicht in positiven Sinne, in Erinnerung geblieben …
weshalb ich mir nun wiederrum die Frage stelle.. Kann man das Kinderbuch “Struwwelpeter” als schwarze Pädagogik bezeichnen ? Ich denke dieses Thema werde ich demnächst genauer erörtern
Liebste Grüße !
26. April 2012 at 12:42. Permalink.
primimaus antwortete:
Also ich fand den Struwwelpeter immer ganz toll. Das lag vermutlich daran, dass meine – pädagogisch versierte – Mutter ihn verabscheute, was ihn für uns Kinder sehr interessant machte. Besonders die Daumenlutschergeschichte! Haaaa, dieser Grusel, dieser Ekel, ganz toll! Schrecklich fand ich den Suppenkaspar und das brennende Mädchen, wie hieß es doch?
Eine Freundin von mir besaß die Struwwelliese. Was haben wir das gerne gelesen!
Die Frage, ob das Buch zur schwarzen Pädagogik gehört, kann ich so direkt nicht beantworten. Ich kann nur beisteuern, dass Kinder Schreckgeschichten lieben und – ja – auch brauchen. Für weitere Ausführungen bräuchte ich Zeit, Muße und ungestörte Beschäftigung mit meinem Bücherregal. Alles leider gerade nicht vorhanden
Aber ich lese gerne mal bei Ihrem blog, was Ihnen dazu einfällt.
27. April 2012 at 16:21. Permalink.
bcprophecy antwortete:
Sie haben Recht. Um sich mit diesem Thema zu beschäftigen, muss man ganz schön viel in Bücherregalen wühlen und Zeit aufbringen. Das Thema ist viel zu komplex um es in nur wenigen Tagen zu erfassen. Ich hoffe allerdings, dass ich innerhalb der wenigen Tage (wenigstens) einen kleinen Überblick verschaffen konnte.
Liebe Grüße
1. Mai 2012 at 10:04. Permalink.