Nochmal Kunst

Ausgehend von einem auf Rinde gemalten Bild des Aboriginekünstlers Johnny Bulunbulun will ich mit den Kindern dieses Jahr Tierkratzbilder anfertigen. Im Vorfeld werden wir über Australien sprechen und uns mit der australischen Tier- und Fabelwelt beschäftigen.

Für die Bilder benötigt man Pappe (wie ich am Ende gemerkt habe, sollte diese am besten keine Rillen aufweisen) oder Packpapier, Wachsmalkreiden, schwarze Acrylfarbe und einen Kratzer.

Mit den Kreiden in den Farben rot, orange, gelb, weiß (vorher besprechen -> Pflanzen- und Erdfarben haben ganz bestimmte Farbtöne) dicke Streifen auf den Karton malen. Manche Kinder müssen daran erinnert werden fest aufzudrücken.

Dann schwarze Acrylfarbe (es geht auch mit Abtönfarbe, glänzt nachher weniger) mit etwas Wasser vermischen und die Kreidestreifen vollständig übermalen.

Bevor die Farbe ganz trocken ist, werden mit dem Kratzer (alternativ Zahnstocher, Nagel, …) Tiere, Pflanzen oder charakteristische Muster eingeritzt. Dabei darauf achten, dass die Linien dick genug geritzt werden, damit die Farbe gut zum Vorschein kommt. Auf dem Foto sieht es aus, als wären sehr viel weiße Farbstreifen nebeneinander, liegt aber am Blitz.

Der Tipp stammt aus dem Buch Kunst – ein Mitmachbuch für Kinder von Rosie Dickins, in dem noch ein paar weitere nette Anregungen zu finden sind. Z.B. eine plastische Sternennacht von van Gogh oder – ganz toll! – Skulpturen nach Giacometti.

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13 Kommentare zu „Nochmal Kunst

  1. Das erinnert mich an meine Kindheit – ich kenne diese Technik daher auch, allerdings mit Wachsmalstiften – Vorgehensweise wie beschrieben und zum Schluss eine ganz dicke Schicht mit Schwarz drüber 😉 Und auf geht es: Kratzen…

  2. Sowas haben wir auch gemacht, nur eben auch mit Wachsmalkreide, dann haben wir die Sagenstadt Vineta ausgekratz wie sie unter Wasser so zwischen Fischen rumdümpelt *g* Hat ernstlich Spaß gemacht damals 🙂

  3. Cool, sowas haben wir früher auch gemacht. Mit Feuerwerk und Brücke des Laternenfestes in Halle an der Saale. 🙂

    Welche Fächer unterrichtest du denn alles? Ist schon ganz schön viel, oder? Musik, Kunst, Deutsch und Mathe bestimmt auch..?
    Oder übernimmst du etwas davon „fachfremd“?

    Ich mache Deutsch, Mathe und Gestalten und ich finde (anders als du, ich weiß aber nicht genau, in welchem Artikel von dir das stand), dass Gestalten (bzw. Kunst) in der Vorbereitung am allermeisten Arbeit macht. Liegt aber vielleicht auch an unserer „Ausbildung“ dahingehend. Denn unser Dozent hat uns immer ermahnt, nicht zu demotivierten Mandala-Arbeitsblätter-Verteilern zu werden. 😉 Es muss schon richtig was mit Kunst bzw. künstlerischer Bildung zu tun haben. Aber das ist nicht immer leicht umzusetzen.

    Jedenfalls finde ich das mit dem Kratzen auch super. Kann man vor allem schon mit den ganz Kleinen machen.

    An der Schule, an der ich jetzt im Ref sein werde, hat man wohl gar keinen Gestalten-/Kunstlehrer und ist ganz heiß darauf, mich das nun endlich alles machen zu lassen. Oha..

    1. Das ist normal, wenn man als Fachlehrer eines Mangelfachs an eine Schule kommt. Hat aber auch was für sich. Letztes Schuljahr kannte ich alle unsere Schüler mit Namen. Das erleichtert die Pausenaufsichten ungemein. Studiert habe ich Musik, Religion und Deutsch. Sachunterricht und Kunst mache ich fachfremd.
      Übrigens finde ich nicht, dass Kunstvorbereitung keine Arbeit macht, sondern sich nicht nach Arbeit anfühlt. Das ist ein großer Unterschied 😉

  4. Heeeerrlich! Haben sowas auch gemacht!!! (Katzen?) daaaaamals. bei uns waren das ausserdem auch keine üblichen wachsmaler, sondern Ölkreiden…Immer eine sehr schmierige Angelegenheit , aber seeehr schön!) Zum verfestigen der Farbe immer gern genommen und „umwelt*hust*freundlich-vorbildlich“ ne Ladung Haarspray…
    Für einen Blogeintrag recht VORBILDLICHER UNTERRICHTSENTWURF…sag ich mal so von der uni-front aus…

    1. Na du, alles klar an der Religionsfront? 😉

      Was mit der Technik übrigens (neben Katzen, Feuerwerk und versunkenen Landschaften) auch sehr schön zur Geltung kommt, sind gekratzte Spinnennetze.

  5. Wunderschön, die Bilder, könnte man glatt auch mal hier zu Hause machen – aber wie kriege ich die Acrylfarbe wieder aus den Kinderklamotten? Komm mir nicht mit Kittel, die Kinder schaffen es immer, den Kittel nicht zu treffen, sondern bevorzugt ihre Kleidung oder die Küchenwand (6 x streichen in 4 Jahren trotz zwischendurch immer wieder feucht abwischen – die Wand, nicht die Kinder).

    1. Ich glaube, die Kinder muss man häufiger feucht wischen, oder? 😀

      Ich habe für Sohnemann keinen Kittel, sondern gleich eine Komplettstreichgarnitur: Langarmshirt/Kurzarmshirt und Hose. Dazu dann eine Wachsdecke auf dem Tisch und eine auf dem Boden. Oder gleich draußen arbeiten.
      Bei uns ist es die Wohnzimmerwand, die sehr leidet. Ich habe diesmal mit Latexfarbe gestrichen. Wirkt aber auch nicht. Was sich als gute Wahl erwiesen hat, ist der möwenkackegraue Farbton. Da fallen die typischen Kinderflecken nicht so drauf auf.

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