Der letzte Dreck

Hätte ich das mit dem Wasserrohrbruch mal nur nicht geschrieben.

Der ganze Musikraum ist vollgestellt mit Tischen, Stühlen, Pinnwänden, Wahlurnen und lauter Großgeräten, die in Schulkellern so vor sich hin motten. Denn im Nebenraum ist ein Wasserschaden. Eine Wand ist komplett nass, sodass alles aus dem Raum ausgeräumt und rund ums Klavier gestapelt wurde. Ob das übernächste Woche wohl wieder weg ist? Sicher nicht. Da werde ich wohl auf irgendwas Transportables ausweichen müssen. Keyboard, Akkordeon, Kammblasen. Wenn ich an nichts davon drankomme, nehme ich eine Dose Einmachgummis mit in die Musikstunden. Das geht auch.

Ansonsten war es in der Schule vor allem eins: dreckig.

So dreckig, dass Herr Weh mir seufzenderweise eine weitere Wochenenddienstfahrt mit den Worten „nun fahr schon, sonst putzt du das ganze Wochenende lang im Kopf“ gestattet hat. (Eigentlich wollte ich die zwei Tage nämlich schulfrei halten. Tja, eigentlich. Aber wenn ich ehrlich bin, dann schaffe ich das jetzt sowieso nicht mehr. Mein Kopf hat seit einer Woche kein schulfrei mehr. Der Rest dann auch nicht.)

Also habe ich Tische gerückt, Regale verschoben (boah, Rücken!), Fliesenaufkleber bei ebay gekauft und natürlich gewischt, gescheuert und geschrubbt. Jetzt ist der neue Klassenraum sauber und leer. Am Dienstag kommen (hoffentlich viele, eine Rückmeldung gab es nur von Supermom, selbstverständlich komme Mia-Sophie gerne in den Ferien zur Extraarbeit!)  fleißige Zweitklässler, die darauf brennen, ihrer Frau Weh beim Umzug zu helfen. Und dann ziehen wir um. Vom Neben- ins Hauptgebäude. Ein Aufstieg in jeder Hinsicht. Ich persönlich freue mich drauf, weil sich die neue Klasse sowohl in Kopierer- als auch in Lehrertoilettennähe befindet. Das sind gleich zwei Vorteile auf einmal.

Eben kam übrigens per E-Mail der neue Stundenplan. Was soll ich sagen? Wie erwartet nur 10 Stunden in der eigenen Klasse, Religion in den Randstunden, kein PC-Unterricht, dafür feinmotorische Förderstunde (ja, sowas wird immer nötiger) im 1.Schuljahr. ABER – surprise, surprise! – die gruselgroße Relitruppe wurde geteilt und ich habe nur noch eine Hälfte!

Hah! Geht doch!

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4 Kommentare zu „Der letzte Dreck

  1. Weißt du, woran mich das mit dem Rohrbruch erinnert? An Murphys Gesetze. Und genau damit hatte ich erst kürzlich auch schwer zu kämpfen…

    Drücke fest die Daumen, dass keine weiteren Katastrophen folgen und dass du mit der kleineren Religionsgruppe nun einen schöneren und effektiveren Unterricht gestalten kannst.

    Liebe Grüße

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