Dinge

Wo ich schon einmal dabei bin, hier Teil 1 meiner Wunschliste für Dinge, die ich unbedingt in meinem Klassenzimmer haben möchte:

das aufblasbare Sonnensystem (Bilder von imaginarium.de)

Das kann – unter Berücksichtigung der entsprechenden Entfernungen –  im Klassenraum unter die Decke gehängt werden. Ob man den armen Pluto nun dazuhängt oder nicht, kann man sich dann ja selber überlegen. An dieser Stelle der neue Merkspruch für die Planeten unseres Sonnensystems:

Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.

Wie erkläre ich aber nun meiner Chefin, warum und wie dringend ich dieses Modell benötige?

 

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25 Kommentare zu „Dinge

  1. Ganz einfach: Weil verschiedene Kinder in einer Reihe aufzustellen nicht mal ANSATZWEISE so anschaulich ist, wie diese wundervollen, bunten Planeten 😉

  2. Ich nutze lieber die Variante, in der Papa das alles der Mama erklärt, weil durch „Mein“ und „mir“ die Trennung zwischen „Merkur“ und „Mars“ nicht so schön ist wie bei „Mein Vater Erklärt Mama Jeden Sonntag unseren Nachthimmel“ …

    Zum Planetensystem:
    Du bist doch Musikerin. Ich würde mit offenen Karten spielen und den Eltern klar machen, was Du für die Kinder brauchst, ein kleines Weihnachtskonzert, ein Hut – fertig.

    Außerdem haben Musiker doch bei der Schulleitung schönes Verhandlungsrepertoire … schließlich sind sie es doch, die maßgeblich für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sind – oder? 😉

    1. Nein, die Mama-Variante ist zu rollenklischeemässig. Insbesondere die Diskrepanz zwischen dem ehrfurchtsvollen „Vater“ und dem niedlichen „Mama“ ist bedenklich. Und endet im Zweifelsfalle damit, dass der rausgekickte Pluto klammheimlich Venus ersetzt. („Mein Papa erklärt Mama…“)

    2. Wir haben – wie ich mit Schrecken festgestellt habe – gerade noch zwei Proben à 40 Minuten bis zum ersten Auftritt. Vielleicht sollte ich da lieber Geld an die Zuhörenden verteilen…?

  3. So ein tolles Modell sollte in keiner modernen Schule fehlen!!! Also ich bestell das jetzt mal für unsere Schule 😉 LG von Rana PS: Vielleicht fragst du mal, ob die nicht eins stiften, wo du hier so eindrucksvoll darüber berichtest..

  4. Das dürfte aber schwierig werden mit den maßstabsgetreuen Entfernungen in einem Durchschnittsklassenzimmer…Als Schulleiter (und schon als Lehrer, wenn´s den eigenen Geldbeutel traf) lege ich bei Materialwünschen folgenden Maßstab an: Ist der mögliche Lernzuwachs von X Kindern bezogen auf den Anschaffungspreis zu rechtfertigen? Als Klassenzimmerdeko für nur eine Klasse würde ich wohl ablehnen. Aber da gibts doch bessere Arguentationen, oder? 😉

    1. PrincipalSkinner antwortete:
      „Ist der mögliche Lernzuwachs von X Kindern bezogen auf den Anschaffungspreis zu rechtfertigen?“

      Arrgghh!!! *Das* ist schwäbisches Schulleitergebaren aus den frühen 50ern!

      Da gibt es dieses wunderbare Geschichte eines jüdischen Architekten, der ein Jugendgefängnis entwerfen sollte – und er entwarf. Mit allem Drum und Dran und all dem, was einer Resozialisierung dienlich ist. Er wurde genau so befragt wie oben und antwortete, dass sich jeder, aber auch jeden einzelnen Cent ausgeben würde und auf nichts verzichten möchte und auch noch was drauflegen würde, spätestens dann, wenn es sich um die Wiedereingliederung seines eigenen Sohn handeln würde …

      Von daher: Und wenn eine Anschaffung nur dafür dient, dass für *ein einziges Kind* diese Welt anschaulicher, begreiflicher wird dann ist sie richtig weil umgekehrt dieses einzige Kind die Kraft haben kann, in dieser Welt vernünftig und nachhaltig zu agieren und somit Dinge zum Guten verändern kann!

  5. Könnte man soein Planetenmodell nicht in gewisser Weise selbst anfertigen? Mit Draht, Pappmache und Kunstlehrern (?) ließe sich da vielleicht etwas machen. Notfalls hätte man dann in der Konferenz noch ein paar Leute, die für „kaufen“ wären. 😉

    Oder man könnte Supermom erklären, wie extrem wichtig ein solches Modell für den schulischen Erfolg von Mia-Sophie ist, einen Kuchenverkauf ansetzen und das Beste hoffen. 😉

    Nana

  6. Du brauchst sie für das fächerübergreifende Projekt „Leben im All“ (Musical von G. Meyer, Fidula). Sehr empfehlenswert!

  7. Also, man braucht dieses Planetensystem, weil man in Klasse 2 (nicht wahr, Frau Weh, da bist du doch auch, oder?) das Thema „Sterne und Planeten“ behandelt – eigentlich ja Thema in Klasse 4, aber es gibt tolle Ideen für das zweite Schuljahr. Hab ich vor vier Jahren mit meiner letzten Klasse auch gemacht – da haben wir allerdings die Planeten selbst hergestellt.

    1. Das sollte eigentlich eine Antwort zu Michael Fromm, 4. November 2011 at 18:55 werden — kann man das noch verschieben? 🙂

      1. Das braucht man nicht zu verschieben …

        Wenngleich Dein Beispiel:

        MAssiv (MErkur) verunsicherte Eber MÖchten … (MArs)

        eben nicht so eindeutig ist wie

        MElancholische (MErkur) Vertreterin emanzipiert-MArtialischen (MArs)

        gehört der Preis des Abends Dir und ein Stück Torte Deiner Wahl und ein schönes Tässchen Kaffee gehen auf meine Rechnung. Wenn wir uns mal irgendwo treffen. 😉

  8. So etwas gibt es auch als Puzzle (Kugelpuzzle, die Planeten werden dann schön 3D). Gab es in der Klasse eines mir bekannten Kindes letztes Jahr als Adventskalender für alle Kinder, bezahlt aus der Elternkasse, besorgt von den Elternvertretern, verpackt in 24 Einzelpäckchen – jeweils noch garniert mit einem Mini-Mini-Kleinkram zum Behalten fürs Kind – durch die Klassenlehrerin. Kam SEHR gut an.

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