Happy Helloween

Vielen Dank der Nachfrage, alle Familienmitglieder sind übern Berg. Wider den allgemeinen Erwartungen war es übrigens Herr Weh, der den Laden am Laufen gehalten hat, ich konnte nämlich gar nichts mehr außer auf dem Badezimmerboden liegen und auf einen gnädig-schnellen Tod hoffen. Aber nach 24 Stunden war alles vorbei und so befinde ich mich immerhin in der komfortablen Situation, über Weihnachten kein Gramm zugenommen zu haben. Darauf eine Mozartkugel.

Das mittelgroße Wehwehchen war natürlich enttäuscht, da half auch die kurzfristige Evakuierung bei Oma und Opa Weh nichts. Aber wir haben ihm als Ausgleich eine rauschende Silvesterparty versprochen. Im Klartext heißt das wenigstens bis 00.10 Uhr aufbleiben (ein Graus mit kleinen Kindern! Je später man sie ins Bett steckt, um so früher sind sie am nächsten Tag wieder wach, ist bewiesen), mindestens dreimal Dinner for One, Bleigießen, Glückskekse, Marzipanschweine, Knallbonbons, kleine Brummer und 5 Raketen. Volles Programm. Das wird bestimmt ganz, ganz lustig. Also nicht, dass jetzt hier jemand denkt, ich wäre ein Partymuffel. Mitnichten! Aber Silvester war noch nie mein Ding. Zu viel Alkohol, zu viel schlechte Musik, und dann auch noch das enthemmte Geknutsche mit Wildfremden um Mitternacht. Wah. (Oder war das Karneval? Hmm.)

Naja, gut… mit den Wehwehchen hat sich das dann ja eh alles relativiert. Bis auf die Musik, da wird noch dran gearbeitet. Musikalische Menschwerdung verläuft nicht immer linear, muss man durch als Eltern. Ich vertrete ja die These, dass Krabbelgruppen die Keimzellen allen Übels sind. Allein die Tatsache, dass dort (zwei Jahre nach dem Tod Jürgen Reichens!) immer noch munter A Beee, Ceee, die Katze liegt im Schnee gesungen wird. Das ist doch pure Missachtung aller sprachdidaktischen Ansätze. Lautgetreu muss es sein, laut-ge-treu!

Auf der Hitliste des Miniwehs derzeit ganz weit oben:

  • Aram sam sam
  • Das Lied über Popel
  • Video killed the radio star (immerhin)
  • Smoke on the water (übt das mittelgroße Wehwehchen auf der Gitarre, Miniweh ist begeistert und kräht das Riff mit)

Das wird. Ich habe die ruhigen Abende genutzt, um mal in meiner musikalischen Wegstrecke zu forschen. Auf keinen Fall möchte ich euch die Perle vorenthalten, auf die ich gestoßen bin. Ich habe damals die ganze Platte rauf und runter gehört und noch jetzt verleihen mir die ersten Akkorde von Dr.Stein eine wohlige Gänsehaut. Aber mein a b s o l u t e s Lieblingslied im 6. Schuljahr, bezopft und blockflötend, war dieses:

Es bleibt also noch die Hoffnung, dass sich bei den Wehwehchen ebenfalls noch einiges entwickeln wird.

Advertisements

11 Kommentare zu „Happy Helloween

  1. Yey! Michi Kiske! Kennst du die neue CD von ihm zusammen mit Amanda Somerville? Ich finde, deren Stimmen passen ganz toll zusammen!

  2. Oh Mist!
    Mich hat übrigens mal die Hortnerin des kleinen Kindes, damals Erstklässlerin, beiseite genommen und mir besorgt berichtet, dass das Kind so merkwürdige Lieder singe, wie zB „Du riechst so gut. Ich kriech Dir hinterher…“ Ich entschuldigte mich, dass das Kind Rammstein liebe und sich leider Texte sehr schnell merke. Die Hortnerin wiederum war beruhigt. Rammstein sei ok.
    Recht hatte sie. Das Kind nahm später Klavierunterricht, sang im Schulchor, geht freiwillig zu den Konzerten der Thomaner, schaute letztens mit mir, wie das Bolschoj Ensemble Dornröschen tanzte und hört heute… Die Toten Hosen. Nein, das ist Quatsch. Sie hört u.a. Die Toten Hosen.
    Also ich meine.. Kopf hoch, Frau Weh!

  3. Erste englische Textversuche des großen Kindes. „Ke nosse, ke nosse…“ Nicht erkannt? „Your no son of mine“ Phil Collins. Das war mit 4.
    Zwischen 12 und 14 dann die Scooter-Phase; es schüttelt mich jetzt noch. Gott sei Dank, mussten wir nicht auf ein Konzert, aber dafür zu Marius Müller-Westernhagen – Abschiedskonzert auf der Bahrenfelder Trabrennbahn.
    Seit der Pubertät ist Metal angesagt. Als Mutter steigt man in der Achtung von pubertierenden Kumpels ungemein, wenn man „Avenged Sevenfold“ im Auto spielt und Wacken toll findet!

      1. Metal D.´s höchster Feiertag lag immer Anfang August. Und wenn er nach 4 Tagen wiederkam war er oft das erste und einzige Mal im Jahr braungebrannt und/oder seine Klamotten führten ein Eigenleben.

        Hach. Lang ist´s her 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s