Feiertagsgedanken

Noch feiermüdeaberglücklich von der gestrigen Party, Silje Nergaard im Ohr und den Resten eines spektakulären Lacks auf den Nägeln sammle ich die Reste von Frau Weh zusammen und lenke meine Gedanken wieder testweise schulwärts.

Und schweife umgehend wieder ab. Wann haben die Wochenenden angefangen so wahnsinnig wichtig zu werden? Waren wir im Studium und Referendariat noch ständig unterwegs und unter Strom, so brauche ich mittlerweile die Wochenendtage zum Auftanken, Familie(gerne)haben, Merken, dass das Leben auch außerhalb der Schule mich braucht – und umgekehrt. Ich liebe meine Arbeit und ich mache sie (meistens) gerne. Tagtäglich. Aber sie verbraucht Energie, manchmal Unmengen davon, die irgendwie wieder rein muss. Es gab schon Zeiten, da habe ich das nicht so gut hinbekommen mit dem Gleichgewicht. Daraufhin habe ich reflektiert und analysiert, umgedacht und wieder verworfen, mich von Unwichtigem getrennt und Prioritäten neu sortiert. Jetzt geht es besser, auch, weil ich erkannt habe, wie kostbar diese zwei schulfreien Tage sind. Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, die komplette Wochennach- und vorbereitung ginge mir freitags nach der Schule leicht von der Hand, aber dafür ist das Samstagsmorgengefühl unbezahlbar.

Und so aufgetankt starte ich dann montags in die Schulwoche.

(Und habe Konferenz…)

 

In diesem Sinne, habt ein schönes Wochenende!

 

 

 

 

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13 Kommentare zu „Feiertagsgedanken

  1. Ich finde das Wochenende auch besonders toll, weil man dann vom Internat nach Hause kann. 🙂 Das sind bei uns dann sogar drei schulfreie Tage!

      1. Wir sind immer zwei Wochen am Stück im Internat. In der A-Woche ist der Samstag ein ganz normaler Schultag. Dafür haben wir in der B-Woche den Freitag frei, damit wir drei Tage nach Hause können. Im Endeffekt haben wir dann aber genauso viel Unterricht wie anderswo auch.

  2. Leider bin ich zur Zeit noch Referendarin und muss notgedrungen die Wochenenden opfern. Ich weiß die Wochenden auch zu schätzen, nur ist es bei mir andersherum, ich bekomme Panik wenn ich am Wochenende nichts machen kann. Ich habe aber leider nicht diese Energie, die du während der Referendariats-Zeit hattest. Manchmal fragt man sich echt, ob das ein Ende hat. Aber deine Beiträge geben mir Hoffnung 😉 Ich liebe es deine Beiträge zu lesen, dein Blog hält mich oft über Wasser!

  3. Ich stimme jerry absolut zu und kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal das Wochenende komplett frei hatte. Es müsste zu Studienzeiten gewesen sein… Ich sitze meistens am Freitag und am Sonntag den ganzen Tag am Schreibtisch und bereite Unterrichtsmaterialien vor, schneide, laminiere, gestalte Arbeitsblätter und bereite Unterrichtsbesuche vor.
    Das schlaucht, aber da muss man wohl durch..ist ja nicht mehr lang 😉
    Manche Kollegen versprechen jedoch, dass es nach dem Referendariat nicht besser wird :-/

    1. Hmm, naja. Nach dem Referendariat hört zumindest der Stress mit den Vorführstunden auf. Aber wenn man plötzlich durch die volle Stelle von vorher 9-12 Wochenstunden auf 28 Stunden hochkatapultiert wird, dann ist das schon ein echter Hammer. Ich habe mich da manchesmal wieder ins Referendariat gewünscht. Aber irgendwann entwickelt man eine gewisse Praxis und Routine, dann wird es besser, versprochen! 😉

  4. Wochenende ist bei jetzt dienstags, weil ich jeden Montag drei Abgaben habe. Und nachdem ich das halbe Semester ständig krank war, hab ich endlich eingesehen, dass auch ich einen freien Tag brauche.

  5. Ein winterliches Hallo aus dem hohen Norden Deutschlands! 🙂 Ich bin heute Morgen per Zufall auf Ihrem Blog gelandet und habe mich, beginnend beim ersten Post aus dem Sommer 2011, schon bis hierhin vorgelesen. Eigentlich wollte ich noch still weiterstöbern, bin in Ihren Beiträgen jetzt aber schon zum zweiten Mal auf eine von den Sängerinnen gestoßen, die ich sehr mag, die aber kaum jemandem im meinem Umfeld bekannt sind – dieses Mal Silje Neergard, zu einem früheren Zeitpunkt Viktoria Tolstoy. Beide haben so tolle Stimmen und singen so wunderschöne Lieder, dass ich mich immer freue, sie bei anderen erwähnt zu sehen. Mit ihren Liedern geht die Unterrichtsvorbereitung (ich bin Referendarin, seit August) gleich leichter von der Hand! Das „Ach, wie schööööööön“ wollte ich doch gleich einmal loswerden. 🙂 So, und jetzt muss ich weiterlesen…

    1. Danke für den netten Kommentar. Das sind aber doch wirklich auch Ausnahmestimmen, oder? Auf dem neuen Adele-Album gibt es ein Stück, Million Years Ago, das in die gleiche Richtung geht. Sehr empfehlenswert! 🙂

      1. Ja, beide sind wirklich außergewöhnliche Musikerinnen. Ich bin froh, mal auf sie gestoßen zu sein! 🙂 Und vielen Dank für den Tipp, ich werde direkt mal reinhören!

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