Warm Up Nr.1

Neue Kategorie: Warm Up. In loser Folge stelle ich euch hier die Amuse Gueules meines Musikunterrichts vor.

Warm Ups sind seit ein paar Jahren immer mehr zum festen Bestandteil des Musikunterrichts geworden. Dabei kann das Warm Up unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Es kann vorbereitend auf das Stundenthema eingehen, musikalische Elemente vorweg üben, aber auch einfach „wach machen“, aufwärmen, Lust machen auf das, was folgt. In der Regel freuen sich die Kinder, wenn als nächste Stunde Musik ansteht (manche freuen sich sogar ein bisschen zu sehr… auch da kann ein Warm Up eine gute Sache sein), warum das nicht also ausnutzen und von Anfang an klarmachen, dass jetzt der schönste Teil des Schulmorgens startet?

Weil ich recht viele Musikstunden gebe, konzipiere ich nicht für jede Gruppe, jedes Thema ein eigenes Programm, sondern überlege mir das Warm Up des Monats. Das stelle ich an einem festen Punkt im Musikraum als Aushang vor. Jetzt aber Butter bei die Fische, hier ist Warm Up Nummer 1:

Fats Domino: I’m walking

Die SuS gehen im Rhythmus kreuz und quer durch den Raum. Begegnen sie sich, so folgt eine nonverbale Begrüßung aus einem Repertoire, das vorher festgelegt wurde (Händeschütteln, Gimme Five, Check, winken, kleine Verbeugung, etc.). Bei jeder neuen Begegnung ist auch eine andere Begrüßungsform fällig, auf die sich die zusammentreffenden Kinder ohne zu sprechen einigen müssen. Das ist ein bisschen wie Schnick-Schnack-Schnuck spielen, nur lustiger. Wird die Musik gegen Ende des Stückes leiser, dann sollen die Plätze aufgesucht werden, sodass pünktlich zum Ende des Songs alle auf ihren Plätzen sitzen. Wichtig: die Begrüßung darf nicht übertrieben werden, also wird keiner k.o. geschlagen (in manchen Gruppen ist es sinnvoll, dies vorher zu erwähnen). Ansonsten macht das Stück gute Laune und selbst Kinder, die sich gerade nicht so wohlgesonnen sind, können prima mitmachen, weil sie sich aus dem Weg gehen können. Durch den klaren und motivierenden Rhythmus, den groß angelegten Bewegungsraum und die einfache Aufgabe haben die SuS keine Schwellenangst und so werden auch Kinder angesprochen, die sich ansonsten nicht gerne vor den anderen produzieren.

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8 Kommentare zu „Warm Up Nr.1

  1. Schon jetzt vielen Dank für diese neue Kategorie! (Weil ich eine Gitarre halten kann, bin ich bei uns die Musikfachfrau.) Werde alles aufsaugen, sofern ich mich in dem Setting vorstellen kann… (Beim Thunderstorm hat das schon mal gut funktioniert.) Jetzt die Frage: Was ist ein „Check“? (Nichts spezifisch musikalisches, vermute ich, habe aber trotzdem keine Idee. Außer vielleicht: Daumen hoch. Oder so…?)

  2. Das klingt ja wunderbar. Ich melde mal schon den doch hoffentlich irgendwann auftauchenden Enkel bei Ihnen an.
    Wo wohnen Sie doch gleich? (Nur dass wir den Umzug rechtzeitig planen können)

  3. Hey, das kenne ich, So etwas machen wir beim Improtheater auch immer zum Aufwärmen … also nicht nur etwas für Grundschüler. Klappt auch bei Erwachsenen

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