Wenn der Postmann zweimal klingelt

…dann ist das ein Grund zur Freude. So auch heute. Weil ja Fastenzeit ist und ich mich daher in anderen Bereichen stark zügele, musste ich meiner Konsumfreudigkeit ein Schlupfloch bieten bevor ich gänzlich irre werde. Ein Schlupfloch, das nichts, aber auch gar nichts mit mir lieben (und Herrn Weh teuren) Labels bekannter dänischer, schwedischer oder norwegischer Modemarken zu tun hat. Also kauf ich Schulmaterial. Shoppingmethadon sozusagen. Das ist auch so ein typisches Grund- und Förderschulding, oder? Im Freundeskreis ernte ich auch nach all den Jahren immer noch gelegentlich Irritationen, wenn ich hingerissen erzähle, was für tolle Dinge – natürlich vom eigenen Geld – ich für die Schule angeschafft habe. Ich glaube, mein Bruder würde nie sein eigenes OP-Besteck kaufen. Andererseits haben Köche auch ihre eigenen Messer, oder?

Na, wie dem auch sei, der (überschaubare! Ich konnte mich zurückhalten) Inhalt des Pakets stieß sofort auf breite Zustimmung im Hause Weh. Ich bedaure, dass ich noch kein aufnahmefähiges Gerät zur Hand habe, das getrötete Konzert wäre eines breiten Publikums würdig gewesen. Selbst Herr Weh konnte nicht anders* und erlag dem zugegeben hohen Aufforderungscharakter der quietschbunten und quietschlauten Kazoos:

Die Chicken Shakes waren bei den Wehwehchen ebenfalls hoch im Kurs. Sie wurden geschüttelt, gekullert, in Eierkartons einsortiert und in Socken gestopft. Ich bin mir nicht sicher, ob ich am Montag noch alle beisammen habe. (Andererseits bin ich mir das montags nie so richtig. Kleiner Scherz.)

Dieses Foto war das einzige, was nicht völlig verwackelt war. Den Grund erahnt man rechts unten im Bilde. Was hier so friedlich und zart aussieht, wie es eben nur Kleinkinderhände können, ist in Wahrheit das allzeit bereite, legendäre Monsterhändchen des Miniwehs („Meeeeiiins! Meeeeeiiiiins!“). Immer auf der Suche nach verbotenen Früchten und Glitzerkram, den es dann mit klebrigem Überzug versieht, wie es eben auch nur Kleinkinderhände können. Ich könnte nie, wirklich nie in einer Kita arbeiten. ErzieherInnen haben meinen grenzenlosen Respekt. Als ich während meines Studiums in einem Cafe gekellnert habe, habe ich am Ende des Tages auch immer irgendwie zuckrig geklebt. Brrr. Ha ha, ich bin voll die Mimose.

*Nachdem wir ihn eine geraume Weile vergeblich mit dicken Backen hineinpusten ließen. Tatsächlich funktioniert das Kazoo als Membranophon nämlich nur durch Hineinsingen. Die Wehwehchen hattens schneller raus 😉

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8 Kommentare zu „Wenn der Postmann zweimal klingelt

  1. Das Ei an der Kinderhand sieht ja verdächtig nach einem echten aus…
    Wie die Kazoos nachher im Unterricht Verwendung finden, würde mich aber brennend interessieren. Sowas sammle ich normaler Weise nur ein. 😉

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