Motivationsloch

Ostern: war schön

Familie: glücklich, satt und zufrieden

verschiedene Projekte auf der familiären ToDoListe: abgehakt

Arbeitszimmer: aufgeräumt

Motivation: – – –

Motivation?

Ooooooohjeeeeeeeee. Ferienhalbzeiten machen mich immer destruktiv. Und das nur, weil ich die momentane Auszeit total genieße. Fast zu sehr. Jedenfalls in einem so hohen Maße, dass es mir wirklich schwer fällt, mich wieder langsam in den Schulmodus einzugrooven. Dabei ist die SCHULKRAM-Liste randvoll gekritzelt.

Andererseits gäbe es auch noch SO VIELE SCHÖNE DINGE, die ich tun könnte. Noch mehr lesen zum Beispiel. Oder noch mehr backen. Die Specials auf den Mad Men DVDs angucken. Ein Gedicht auswendig lernen. Vielleicht von Goethe. Wenigstens meinen Kleiderschrankinhalt nach Goethes Farbenlehre ausrichten. In ein paar Kleider zu investieren, die mir im Farbkreis noch fehlen. Eine rotweingetränkte Diskussion mit Herrn Weh führen, warum es un-ab-ding-bar ist, dass ich mir einen weißen Mantel im Sixtieslook zulege, auch wenn mein Leben einige klebrige Komponenten aufweist, die nicht zu dieser Farbe passen. Einen NicerDicer anschaffen. Noch mehr Homeshopping-TV gucken und dabei laut lachen. Einen Tag in die Sauna fahren. (Ohne Kinder. Ich kann Kinder in der Sauna nicht leiden. Und auch nicht abends im Restaurant, wenn es sich nicht gerade um das goldenen M handelt. Ich bin da überraschend intolerant.) Einen FamilienRundumGlücklichTag im Zoo, Schwimmbad oder – gruselig, aber wetterunabhängig – Indoorspielplatz verbringen. (Mit Kindern. Es ist ja jetzt nicht so, dass ich generell was gegen Kinder hätte. Ähem.) Fingerfarbenactionpainting mit dem Miniweh veranstalten. Danach putzen. Und baden. Mit Gesichtsmaske und Peeling und so weiter. Nägel lackieren! Gitarre mit dem mittelgroßen Wehwehchen spielen. Danach den abgesplitterten Lack erneuern. Oder das verlorene Plektrum suchen. Singen üben für die Hochzeit der ZweimeinerLieblingskollegen. Die Maltechnik von Eric Carle ausprobieren. Sport machen. Endlich mal wieder wild und hemmungslos… Zumbaschuhe besorgen!

Ooooooohjeeeeeeeee. Ich bitte inständig um Motivationsschübe, aufmunternde Kalenderweisheiten oder sonstige Ideen, wie ich mich aufraffen kann. So kann das ja nicht weitergehen!

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19 Kommentare zu „Motivationsloch

  1. Oh Gott! Ich bin so froh, dass es nicht nur mir so geht 🙂

    Dementsprechend habe ich leider weder Kalendersprüche noch aufmunterndmotivierende Worte parat – lediglich schöne Grüße *valessa

  2. Ist es nicht manchmal so, dass, je mehr man zu tun hat, desto mehr sucht man nach Motivation… vielleicht weiss man einfach nicht wo man anfangen soll..

  3. Kalenderweisheit No. 1:
    „Alles, was die Menschen in Bewegung setzt, muß durch ihren Kopf hindurch; aber welche Gestalt es in diesem Kopf annimmt, hängt sehr von den Umständen ab.“
    (Friedrich Engels)

    Schöne Ferien noch, liebe Frau Weh 🙂

  4. Da es für mich immer ein Sieg ist, wenn ich etwas bewältigt habe (zum Beispiel Klassenarbeitskorrekturen für die mir auch gerade die Motivation fehlt!), passt doch gut was ich vor einigen Tagen gelesen habe:
    „Der Sieg beginnt im Kopf!“ 🙂
    Klingt blöd, hat mir aber tatsächlich geholfen wenigstens anzufangen…

  5. NicerDicer? Was ist denn das?
    Also, Frau Weh, das ist doch ganz normal! Es gibt so viel schöne Sachen zu tun, mit dem Mann,den Kindern, da ist es klar, dass Schule so weit weg ist wie in einem anderen Kontinent.
    Ich bin dann am Sonntag vor Schulbeginn grantig; am Montagmorgen hat sich das dann gelegt und die Motivationsschübe kommen, auch bei Ihnen.
    Und, notabene: Ich habe keine Wehwehchen mehr! Das macht es noch komplizierter.

    1. Ein NicerDicer ist mein momentaner Liebling aus dem Teleshopping. So ein Teil, das Gemüse würfelt. Und stiftelt. Und zermatscht, wenn man nicht aufpasst. Aber ich habe dann doch lieber in einen guten (und wesentlich preiswerteren) Gemüsehobel investiert.

      Immerhin, die nächste Schulwoche steht. Außerdem die Grobplanung für den Fachunterricht in Musik, Kunst, Religion bis zu den Sommerferien. Aber gewitterwolkengleich sitzen mir die noch anzufertigenden Arbeitspläne für Musik im Nacken.

  6. Ich habe solange ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe;)
    Mir gehts genauso, wollte heute ganz bestimmt anfangen, aber stattdessen war ich heute Mittag in der Stadt und musste danach unbedingt angefangene Socken weiterstricken.
    Morgen…gleich morgens fang ich an…ganz sicher…

  7. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es(?)
    Sorry, aber mir fällt leider auch nichts dazu ein. Und Dinge, die getan werden müssen, mache ich immer 5 vor 12.

  8. Danke Frau Weh! Endlich ein Zeichen,dass ich nicht alleine bin mit meiner „Intoleranz“! War ich also mit Frau Bösermann 3 Tage im Wellnesshotel, die Bösermännchen haben wir bei Oma geparkt. Warum nur wir? Warum ist der Wellnessbereich ein Kinderspielplatz? Was haben 3-7 jährige abends um 22 Uhr in der Hotelbar verloren, während ich verdientermaßen chille und ein alkoholisches Getränk zu mir nehme? Kinderfeindliche Hoteliers, meldet euch bei mir, ich komme!!!!

  9. Mein Zweitklässler kam am letzten Schultag vor den Ferien mit seinem Mathearbeitsheft heim, fest entschlossen, gaaaanz viel freiwiliig zu machen. Nachfrage vor ein paar Tagen ergab… „Ach, weißt du, Mama, ich bin mit viel schöneren Sachen beschäftigt. Und als ich in der Schule war, hab‘ ich mir das nicht SO vorgestellt.“ – sprach’s und stürzte sich in die Legosteine…
    sympathisch, dass es nicht nur den Kindern so geht. Auch wenn ich die ferieninduzierten Motivationslöcher etwas verfluche – immer wenn es gerade so richtig schön flutscht, kommt die nächste Unterbrechung.

    1. Cleveres Kind!
      Mit der Zeitnot kommt die MOtivation, liebe Frau Weh! Außerdem bist du (wenn du dich denn dann doch noch aufraffst) hinterher sehr stolz auf dich (so wie meine Kollegin und ich mich heute fühlten)

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