Disziplinarmaßnahmen

Das mittelgroße Wehwehchen kann – ganz die Mama – den Mund nicht halten. So sitzt es nun motzend am Küchentisch und schreibt:

Ich soll nicht immer reinquatschen. Ich soll nicht immer...

Das kostet ihn (das Möppern nicht mitgerechnet) keine zwei Minuten.

„Ich geh dann spielen!“

Disziplinarmaßnahmen. Großes Thema, k(l)eine Wirkung. Ach hätte die Kollegin doch bloß Nagellack benutzt.


					
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17 Kommentare zu „Disziplinarmaßnahmen

  1. … oder wenigstens eine positive Formulierung benutzt: „Ich melde mich und rede erst, wenn ich aufgerufen werde.“ oder so.
    (Mein Junior und seine Kumpel haben so was seitenlang für den kurz vor der Pension stehenden Rektor machen ‚dürfen‘. Wenn sie Langeweile hatten, haben sie heimlich vorgearbeitet, je 10x „Ich soll nicht im Hof rennen… ich soll nicht in der Umkleide schreien… ich soll nicht…“ Kann man immer brauchen 😉 )

  2. Ich hatte da gerade heut eine Diskussion mit Freunden. Einer musste in seiner Schullaufbahn insgesamt 19 mal die Hausordnung abschreiben (davon fünfmal, weil fünf Schneebälle aus einer nicht definierbaren Masse den Schulleiter trafen) und das ist auch erst zehn Jahre her…

  3. Na, sowas habe ich in zwanzig Berufsjahren noch nicht erlebt…..
    Ich finde ja schon die Hausordnung abschreiben blöd.
    Hausmeister helfen finde ich viel schöner.
    Oder wer gerne schwätzt, kann ja auch mal ein Referat halten und den anderen was erklären.
    Wenn ich an all die Strafen denke, denen ich als Kind in der Schule ausgesetzt war, muss ich feststellen, dass sie alle den gegenteiligen Effekt hatten.
    Hätte mich mal einer nicht gelangweilt, dann hätte ich auch ausgepasst….
    ;-))

  4. Wer bei mir mehrfach den Unterricht stört, muss auch die Klassenregeln abschreiben.
    Ob es nützt? Wenn manche Kinder auf unserer Ampel auf „Rot“ rutschen, sind sie schon vorgewarnt, da als nächste Konsequenz eben jenes Abschreiben steht – und versuchen aktiv ihr Verhalten zu verbessern (nicht mehr reinrufen, dauerquatschen, andere Kinder piesacken, etc.) Inwiefern es eine langfristige Verhaltensänderung bewirkt, ist nicht abzuschätzen, allerdings bewirkt es, dass die Kinder Verwarnungen Ernst nehmen. Sie wissen, dass ihnen bei Fehlverhalten eine Konsequenz droht – das war vielen Kindern neu, als ich die Klassenleitung übernommen habe. Alle empfinden das übrigens als gerecht.

    Wenn ich jedesmal ein Referat halten lassen würde, würden wir nur noch Referate hören – und ich den Kindern permanent hinterherlaufen, dass sie diese anfertigen… 😉

    Gerne nehme ich aber Tipps entgegen, welche Maßnahmen als Konsequenzen auf störendes Verhalten, pädagogisch wertvoller sind oder gar eine garantiere und dauerhafte Verhaltensänderung nach sich ziehen 😉 – ohne Ironie, ganz im Ernst!

    1. Ich bin auch noch auf der Suche nach DEM Tipp. Und ich lasse auch gelegentlich abschreiben, denn nicht immer findet sich eine logische Konsequenz, die nicht zusätzlichen Ärger bringt oder zu zeitaufwendig ist. Also wenn der goldene Tipp hier eingeht, freue ich mich mit dir 😉

    2. Die Ampelidee war auch an meiner Praktikumsschule gang und gäbe, leider habe ich nie mitbekommen was passiert, wenn ein Schüler am roten Gewitterzettel ankommt.

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