Ohne große Worte: Paul Klee

Wasserfarbe auf alten Buchseiten scheint derzeit in Kunstlehrerkreisen äußerst beliebt zu sein. Macht aber auch was her, oder?

Der Filzstift muss wasserunlöslich sein, als Pinsel eignet sich ein feiner Haarpinsel. Ich stelle mir zwei total ruhige Kunststunden vor, Konzentration ist hierbei schließlich alles.

Das Thema passt mir gut ins Konzept, da ich einerseits zunächst mit Farblehre und dem Farbkreis nach Itten starten möchte. Da bietet sich neben dem Mischen ein Ausflug zu kalten und warmen Farben an und – schwupps! – sind wir bei Paul Klee gelandet. Außerdem werden wir andererseits stetig von Chefin zu Ordnung und Aufräumdiensten in der Lehrerbibliothek angehalten. Da habe ich dann direkt mal einen alten Schinken entsorgt. Vielen Dank, großer Duden. Aber pscht Stillschweigen!

 

Hier könnt ihr die Anleitung zu den Klee-inspirierten Bildern sehen. Der Blog von Miriam Paternoster lohnt sich auch sonst, viel Spaß!

 

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23 Kommentare zu „Ohne große Worte: Paul Klee

  1. Guten Morgen, Frau Weh, schon so früh so fleißig…..?
    Paul Klee inspiriert mich auch. Ein guter Beginn in das dritte Schuljahr.
    Vielen Dank für den Tipp und die genaue Anleitung!

  2. Das sieht toll aus 🙂
    Darf ich mal fragen ob du Kunst auch studiert hast? Oder hast du später Fortbildungen gemacht? Oder darfst du es einfach so unterrichten?
    Kunst würde mich nämlich auch interessieren (starte im November mein Ref.), habe es aber nicht studiert.

    LG

    1. Hallo Christin, dann wünsche ich dir einen guten Start im November! Du hast dir einen tollen Beruf ausgesucht 🙂
      Ich habe Kunst nicht studiert, besuche aber regelmäßig Fortbildungen. Unterrichten dürfen (und müssen) wir das Fach so oder so.

      1. Danke 🙂
        Ja ich freu mich auch. Dann warte ich einfach mal ab, was so auf mich zukommt. Ich hätte gerne jetzt schon ein bisschen was an Fortbildungen oder so gemacht, die Wartezeit ist so lang 😉 Aber mir wurde jetzt mehrmals geraten einfach abzuwarten.

        1. Da scharrt man schon ganz schön mit den Hufen, nicht wahr?
          Du kannst natürlich jetzt schon Fortbildungen machen, aber du müsstest sie selber bezahlen und das kann ganz schön ins Geld gehen. Schau dich doch schon mal um, was für Grundschulzeitschriften auf dem Markt sind. Vielleicht ist da etwas dabei, das dich interessiert, dann kannst du dir ein paar Probehefte bestellen.

  3. Sehr hübsch! Bezüglich Farbenlehre hätte ich da mal ’ne Frage: Wieso arbeiten Kunstlehrer immer (persönlicher Eindruck) mit dem Farbenkreis nach Itten und lassen klassensatzweise bräunliche Schmierereien herstellen, weil die Sekundärfarben sich nicht aus den Primärfarben mischen lassen? Wieso wird nicht (nach Küppers) mit Gelb, Magenta und Cyan richtige, funktionierende Farbmischung gelehrt — die Ergebnisse wären viel schöner und obendrein drucktechnisch und naturwissenschaftlich korrekt.

    1. Ich kenne die Küppersche Kritik an Itten und stimme auch zu, die Farben lassen sich nicht korrekt mischen. Ich setze ihn trotzdem ein, weil er für die Kinder einen gut nachzuvollziehenden Aufbau besitzt. Zugegeben, beim Mischen mogel ich ein wenig und ersetze Zinnober wenigstens durch Karmesin, um ein Violett herzustellen. Würde ich den Kindern allerdings Magenta als Rot „verkaufen“, wäre das für die meisten unverständlich, kommen sie doch gerade aus dem Kindergarten und können – wenn es gut läuft – gerade mal die Hauptfarbnamen zuordnen. Es gibt in der Regel schon arge Proteste, wenn ich mit Cyan statt Ultramarin oder wenigstens Kobalt arbeiten lasse 😉 Ich denke, für die korrekte Farblehre bleibt dann noch genügend Zeit in der weiterführenden Schule.

      1. Danke für die ausführliche Antwort; ich kann deine Argumente nachvollziehen und bin trotzdem nicht überzeugt… Wieso soll man Kindern etwas falsches beibringen, was dann später wieder ausgebügelt werden muss? (Falls es denn überhaupt passiert — ich kann mich noch an Matschkreise aus der siebten Klasse erinnern; richtige Farbmischung kam in 9 Jahren Kunstunterricht nicht dran.) Und apropos Kindergarten: Eine Bekannte hat erst Drucker gelernt und ist nun Kindergärtnerin, sie hat einen ganzen Klassensatz Farbe in Cyan, Gelb und Magenta und lässt die Kinder immer wieder mal damit malen und experimentieren. Dadurch, dass das Mischen wirklich funktioniert, gibt es wohl wirklich gute Ergebnisse — auf dem Papier und im Kopf.

  4. Das schöne Buch. Auch 1963 wurden schöne Bücher geschrieben. Aber ich darf ja garnix sagen als ebooklesende Bibliothekarin ;0) Ich hoffe nur die lieben Kinderlein kriegen auch erklärt dass man sowas nie nicht mit Bücher aus der Bibliothek machen darf.

      1. Die werden ja auch ganz vorzüglich betreut, da habe ich keine Bedenken. Finde Paul Klee auf Buchseiten auch um Längen besser als das was ich ständig an Zeichnungen in Büchern finden muss 😉

  5. So, das Monsterchen habe ich schon nachgemalt, nun möchte ich mich an dieses tolle Projekt machen. Auch hier wieder meine Frage: Meint ihr, das können auch schon Zweitklässler schaffen?

    Und liebe Frau Weh, welches Format hatte dein Duden? Bzw. welche Maße? Je kleiner das Buch, desto kleiner ja auch die Flächen, desto schwieriger das sorgfältige Ausmalen. Aber ein Duden in DIN A3? Glaub ich nicht :)!

    Liebe Grüße

    1. Die Seiten hatten ungefähr Din A5-Format. Ich denke, das reicht auch. Hierbei bin ich mir nicht sicher, ob Zweitklässler das schon schaffen. Die Flächen sollten sehr exakt ausgemalt werden. Vielleicht wäre es da mit Filzstiften einfacher als mit Wasserfarben.

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