Herr Weh macht auch Ferienvertretung

Hallo, ich bin´s. Herr Weh.

Die beste Grundschullehrerin von allen (*) ist mal wieder in die Schule gefahren. Aufräumen, Stifte sortieren, Umräumen, Vorbereiten, mit dem Hausmeister einen Kaffee trinken…was Lehrer halt so machen, wenn sie während der Ferien ihren Arbeitsplatz aufsuchen.

Das gibt mir die Gelegenheit für eine neue Vertretungsstunde. Es soll ja niemand auf die Idee kommen, ich wolle hier nicht mehr schreiben. Ich gehöre nur eher zur leise mitlesenden Zunft.

Also, wo soll ich beginnen. Frau Weh ist ein wenig angesäuert. Nicht so richtig. Dafür ist sie ein viel zu warmherziger Mensch. Es ist mehr so ein kleiner, nagender Unmut, wie ihn jeder von uns schon einmal erlebt hat. Hätte sich dieser Unmut nicht ausgerechnet heute Morgen beim Weh´chen Familienfrühstück seine Bahn gebrochen, hätte Herr Weh jetzt kein Thema für die Vertretungsstunde. Also kann er so schlimm gar nicht sein.

Aber zurück zum Thema: In unregelmäßigen Abständen erscheinen in den Beilagenblättern der großen deutschen Zeitungen Artikel über die bloggende Lehrerzunft. Das finde ich toll. Solche Artikel sollten viel öfter erscheinen, damit die Menschheit da draußen einen besseren Einblick in die wundersame Welt der Pädagogen erhält. Doch leider machen die verantwortlichen Redakteure in genauso unregelmäßigen Abständen einen großen Recherchebogen um Frau Weh´s Kuschelpädagogik. Ganz im Gegensatz zur Marketingabteilung von sagichjetztnicht oder den Liebhabern strammer Schenkel.

Liebe Journalisten, DAS geht so nicht weiter. Natürlich schreibt die beste Grundschullehrerin von allen ausschließlich für sich selbst und ihre treue Leserschaft. Aber so eine winzigkleine Anfrage zwischendurch…naja, ihr wisst schon. Alternativ ginge sicherlich auch ein Paar nudefarbene Pumps in Größe 38.

Vielen Dank im voraus für das große journalistische Verständnis

Herr Weh

* natürlich wie immer nach rein subjektiven Kriterien

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11 Kommentare zu „Herr Weh macht auch Ferienvertretung

    1. Eine Freundin, Lektorin für einige renommierte Verlage, schlägt vor „Besser ist es, der Autor wendet sich an eine Agentin, einen Agenten, das ist viel wirkungsvoller, die haben auch die besseren Kontakte.“ … dann auf!

      1. Nee, ich will ja kein Buch schreiben! Das wärs noch, ich sehe es schon in der Brigitte vor mir stehen: „Frau Weh – perfekte Klolektüre für Grundschullehrerinnen“. Lieber nicht 😉

        1. Ach … dabei hat mir besagte Freundin inzwischen auch die Adresse einer Agentin gemailt .. wenn es so weit ist, einfach auf mich zukommen. Adresse gebe ich dann weiter.

  1. Ach, liebe Frau Weh. Da stehst Du doch drüber. Schließlich wurde in dem Artikel doch indirekt das Ende der „Alten“ verkündet. Und ich mal eben gute zehn Jahre älter gemacht.
    Nee, dann doch lieber Nude-Pumps. Wirklich.

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