I say tomato, you say tomahto

Erstes Arbeitstreffen mit Frau Schmitz-Hahnenkamp.

Es ist heiß in der Klasse und ein bisschen ist es wie beim Paso Doble, um jeden Zentimeter wird gekämpft. Noch ist nicht ganz klar, wer hier Torero und wer der Stier ist, an roten Tüchern herrscht jedoch kein Mangel: Lernstandskontrollen, Arbeitspläne, Hausaufgabengestaltung. Keine Einigung in Sicht. Tomato, tomahto, potato, potahto. Wir feilschen. Wir wissen beide, dass unser Konfliktpotential das höchste unter allen Paarungen im Kollegium ist. Können Lehrerpersönlichkeiten noch weiter auseinander sein als wir? Wohl kaum.

Aber ich WILL das hinkriegen. Was Frau Schmitz-Hahnenkamp will, ist nicht so leicht ersichtlich. Eigentlich möchte sie ihr Ding durchziehen. So wie immer. Also vergleichen wir Ideen, wägen Stoffverteilungspläne ab und stellen uns unausgesprochen die Frage nach der (Un-)Möglichkeit einer gemeinsamen Zusammenarbeit. In Gedanken trauere ich meinem alten Team hinterher und bemerke wieder, wie sehr ich das Arbeitsklima geschätzt habe; wie sehr wir Kolleginnen, aber auch unsere Klassen davon profitiert haben, dass wir ein gemeinsames Ziel vor Augen hatten. Stattdessen prallen nun zwei gegensätzliche pädagogische Ideologien aufeinander. PAMM.

Es ist anstrengend. Und es dauert. Am Ende haben wir uns auf einen Weg geeinigt, der irgendwie gangbar scheint. Mal sehen, ob wir draufbleiben oder die ganze Teamsache wieder abblasen.

Man darf gespannt bleiben.

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4 Kommentare zu „I say tomato, you say tomahto

  1. Ui –
    die Beschreibung kommt mir sehr bekannt vor. Hatte auch einmal eine solche Kollegin – die „Zusammenarbeit“ war nach ein paar Wochen dann doch sehr einseitig und „einseitige Zusammenarbeit“ wiederstrebte mir dann doch irgendwann so sehr (v.a. bei Arbeitsteilung 10 % – 90 % oder so) dass ich die Konsequenzen gezogen habe und auf „Teamwork“ verzichtet habe. Schade – aber hat mich wirklich zu viel Nerven gekostet und vorallem war das so „anstrengend“.
    Finde es sehr schwierig, wenn man als Team ein paar Wellen zwischen sich hat, die unüberwindbar sind und man nie auf einer Wellenlänge landet… oder halt zumindest annähernd…

    Insofern wünsche ich dir, liebe Frau Weh, ganz starke Drahtseilnerven und ne ordentliche Portion (vielleicht ne Tonne?) Geduld. Falls du dieses Schuljahr mit Frau Schmitz-Hahnenkamp im Schlepptau durchhalten kannst, verdienst du auf alle Fälle den Tapferkeitspreis und vielleicht ein bisserl Schmerzensgeld für die dadurch möglicherweise verlorenen Nerven. 🙂

    Im Übrigen finde ich ja, dass du dich durch das Ausprobieren diverser Keksrezepte (gibts da eventuell ein paar Anregungen?) schon seelisch gut vorbereitet hast für das nächste Schuljahr. Tschaka! Nur Mut! 🙂

  2. Oh Mann!
    Ich wünsche dir starke Nerven und die nötige Ruhe und Ausgeglichenheit bei der Zusammenarbeit. Das hört sich schon ziemlich anstrengend an… Ich hab das zum Glück durch und habe fürs nächste Schuljahr nur Parallelkolleginnen, mit denen ich sicher zusammenarbeiten kann. Es ist ja nicht für immer…
    Liebe Grüße!

  3. „Let’s blow the whole thing off“… ich hoffe sehr, dass das nicht notwendig sein wird. Ich wünsche dir, dass du die Kraft hast, trotzdem deine Dinge, die dir wichtig sind, durchzusetzen und dass du nicht zu viel Energie in diese Zusammenarbeit stecken musst.
    Viel Erfolg und viel Durchhaltevermögen wünscht,
    Kathrin aus dem Südwesten

  4. Oh jeh Frau Weh, eine Team-resistente Teamkollegin kann man echt gebrauchen wie einen Kropf. Wenn man auch noch auf dieser Ebene ständig diskutieren muss, das ist nicht schön und kostet Kraft. Ich wünsch‘ Dir für das kommende Schuljahr in dieser Beziehung viele gute Argumente, auf die Frau S-H nichts erwidern kann. Vielleicht besteht ja doch noch ein Funke Hoffnung, dass sie doch mitzieht und man mit ihr zusammenarbeiten kann. Wir werden es hier sicher erfahren.
    Bis dahin gute Nerven und einen guten Start ins kommende Schuljahr mit vielen lernbegeisterten Schülern!

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