Sitzenbleiben Teil 2

Mein geschätzter Freund und Bloggerkollege, der Herr Dorok, hat einen durchdachten, klugen, wohlpointierten Artikel zum Sitzenbleiben geschrieben, den ich euch wärmstens ans Herz legen möchte:

Sitzenbleiben abschaffen!?

Dann langweilt ihr euch auch nicht, während ich zum letzten Grundschulelternabend des mittelgroßen Wehwehchens pilgere (ich gute Mutter, ich! :mrgreen:).

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5 Kommentare zu „Sitzenbleiben Teil 2

  1. Ach das Sitzenbleiben… Aus meiner jahrzehntelangen Praxis in einem integrierten System ohne Sitzenbleiben kann ich sagen: Ja, das funktioniert. Mit einem Haufen selbstausbeuterischer Überzeugungstäter (zu denen ich mich zähle, Asche auf mein Haupt). Es funktioniert nicht als Sparprogramm, never! Denn es heißt permanent diagnostizieren, differenzieren, individualisieren, fördern. Fortlaufende Schullaufbahnberatung der Schüler und deren Eltern. Oft genug erweist sich, dass ein Leistungsabfall verursacht wurde durch außerschulische, vor allem familiäre Probleme. Dann ist Beratung, Zusammenarbeit mit außerschulischen Trägern angesagt. Das alles muss natürlich auch dokumentiert werden in Form von Förderplänen, Gesprächsprotokollen…
    Es ärgert mich maßlos, dass die Politik meiner Meinung nach richtige pädagogische Ansätze erst dann aufgreift, wenn sie dahinter ein Sparpotenzial wittert (siehe Inklusion). Solange nicht einmal der Regelunterricht mit ausgebildeten Kräften sichergestellt weden kann, wie will man qualifiziert individuell so fördern, dass das Sitzenbleiben obsolet wird?

  2. Na, so dolle finde ich den Artikel des Herrn Dorok aber nun wirklich nicht. Er ereifert sich wie viele seiner Kollegen wortreich über sinkende Ansprüche an heutige Schüler und das Trauerspiel des Abiturs als flächendeckenden Schulabschluss.

    Bei der Lektüre solcher Stellungnahmen erstaunt mich immer wieder die Unbedarftheit, mit der mancher Lehrer einen professoralen Gestus an den Tag legen, aus dem heraus das äußere Geschehen nüchtern betrachtet wird. Als hätte es mit dem Subjekt wenig bis nichts zu tun.

    Nur ist das natürlich erwiesener Unsinn, wie wir spätestens seit John Hatties Metaanalyse wissen.

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