zu-rüüüüü-hüüüüück!

Oh ja, ich lebe noch! 🙂

Die Ferien spucken mich gerade aus wie einen genüsslich abgelutschten Olivenstein. (Ein ganz klein wenig fühle ich mich auch so. Kein schlechtes Gefühl.) Es war so viel Leben drin in diesen Ferien, dass ich nicht zum Schreiben kam. Und das Wetter! Ja, Hammer! Da musste ich doch draußen sitzen und nicht am Schreibtisch – wer hätte da kein Verständnis für?

Nicht immer waren die vergangenen Wochen aufregungsfrei. Ein Todesfall hat uns innehalten und nachdenklich (ja, auch traurig) werden lassen. Auf manche Begegnung hätte ich verzichten können (obwohl der Arzt, der professionell den Stein aus der Nase des Miniwehs entfernte, wirklich sehr nett war!). Aber das Knöllchen hätte nicht sein müssen. Oder das überlaufende Klo. Aber gut, langweilig können andere.

Viele nette Menschen habe ich getroffen, viele tolle und tiefe Gespräche geführt. Außerdem Downtown Abbey geguckt, ein bisschen gelesen und viel, viel, viel aufgeräumt, weggegeben, verschenkt. Jeden Tag mit dem Miniweh Wasserfarben gemalt oder Murmelbilder gekullert. Dem mittelgroßen Wehwehchen bei seinen ausufernden Star Wars-Berichten zugehört ohne nervöses Lidzucken zu bekommen. Ein Kleid gekauft. Stressige, aber auch sehr schöne Familienzeit haben wir verbracht. Man könnte also sagen, die Ferien waren ein Erfolg.

Jetzt wird es aber auch allerhöchste Zeit, die Gedanken schulwärts zu lenken; das erste Treffen mit Frau Schmitz-H. liegt bereits hinter mir… nun ja. Die nächsten Tage sind angefüllt mit Wissenskompression: In möglichst kurzer Zeit muss ich möglichst viel über Verkehr lernen. (Also nicht nur Straße, auch homo sapiens und Weltraum stehen im Sachunterricht an. Verkehr eben und alles, was so dazugehört.)

Ich danke schon mal an dieser Stelle für die vielen E-Mails, die eingetroffen sind – da kümmere ich mich noch drum, versprochen!

Habt einen guten Wochenstart,

herzlichst FRAU WEH

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6 Kommentare zu „zu-rüüüüü-hüüüüück!

  1. Liebe Frau Weh,

    wie sehr kann ich dieses Feeling nachempfinden, wenn man so wunderbar erholt ist und doch schon wieder diesen inneren Druck nahen fühlt, den man so gern noch etwas hinausschieben möchte. Er kommt trotzdem … und nach nur einigen (und mit den Jahren immer weniger) Tagen Schularbeit fühlt man sich schon wieder reif für die Insel. Ich erinnere mich noch an die Anfangszeit … da waren wir in den Sommerferien mal vier Wochen in den USA bei meinem Bruder, so fernab deutscher Gründlichkeit, danach noch eine Woche Nordseeinsel und anschließend für ein unglaubliches halbes Jahr erholt, bis sich langsam der Alltag wieder bis tief ins Mark bemerkbar machte. So lange habe ich mich nie wieder erholt gefühlt, nicht einmal jetzt, obwohl ich seit Dezember aus dem Schuldienst raus bin. Die letzten stressreichen Jahre haben sich (hoffentlich nicht) dauerhaft in mein Gesundheitssystem eingebrannt und ich doktore (oder doktere?) noch immer täglich dran herum, bekomme lediglich diagnostisch bescheinigt, dass es nichts Tod Bringendes ist – hach, wie erleichternd! Es ist „NUR“ psychosomatisch – *seufz*.
    Derzeit lese ich Möllers „Isch geh Schulhof“, hatte es im Supermarkt mehrmals in die Hand genommen, wieder weggelegt (hey, muss ich mich immer noch mit dem Thema beschäftigen?) und habe es mir dann letztendlich doch auf meinen E-Book-Reader geholt, weil man sich so verstanden fühlt, wenn man es liest. So authentisch, so umwerfend komisch und zugleich erschreckend, wenn man bedenkt, was unserer Schule heutzutage alles fehlt. In themenbezogenen Fernsehsendungen eiern Bildungsforscher mit Plattitüden nebst Gymnasiallehrern mit ach so überzeugend pädagogisch-wertvollen Ratschlägen umeinander herum und man möchte schreien: Hey, geht doch mal nur für eine Woche in eine Schule, in der es so hoch hergeht, wie ihr es euch in euren bösesten Albträumen nicht bieten lassen müsst. Möller weiß, wovon er spricht. Kennst Du sein Buch? Google hilft weiter …

    So, ich mach mal wieder Schluss mit dem Thema, wende mich dem zu, was das Leben sonst noch zu bieten hat und habe tiefes Mitgefühl mit allen, die noch die Jahre bis zum (hoffentlich nicht bitteren) Ende zählen müssen.
    Dein Blog wäre übrigens auch auf jeden Fall buchreif, aber das schrieb ich wohl schon mal … Herr Möller hat das Lehrerdasein (als junger Mensch!) jedenfalls bereits nach kurzer Zeit drangegeben, trotz der vielen schönen Ferien, wie manfrau immer so denkt.

    Kopf hoch, liebe Frau Weh und herzliche Grüße,
    ULL-Rike oder derzeit mal Frau Enn

    1. Liebe ULL-Rike,

      wie schön, dass du jetzt angekommen bist und deine Zeit mit Dingen verbringen kannst, die dir gut tun! Schade, dass das Erlebte sich aber nach wie vor bei dir körperlich wie seelisch zeigt. Du bist nicht alleine damit; wie vielen Kolleginnen geht dieser Beruf an die Substanz! Aber das Wissen darum hilft natürlich nicht weiter, wenn es einem nicht gut geht.
      Ich versuche das Thema Entspannung gezielt in meinen Alltag zu integrieren, stoße aber ständig an Grenzen 😉 Mal brauchen die Wehwehchen dies, oder der Haushalt jenes und – flupp – ist der Moment verschwunden, in dem ich eigentlich auf die Pilatesmatte, den Crosstrainer oder einfach nur in den Garten verschwinden wollte. Neulich habe ich mich dabei erwischt, dass ich zwei Minuten zu früh an der Waschmaschine stand und mich völlig gedankenverloren vor die schleudernde Maschine setzte – war gar nicht schlecht! :mrgreen:

      Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass du dich und deinen Körper wieder ins Lot bringst und viel Freude erfährst bei dem, was du tust!
      Liebe Grüße von
      Frau Weh

  2. Liebe Frau Weh,

    ich wünsche dir entspannte letzte Ferientage und einen stressfreien Wiedereinstieg.
    Lass dich von Frau Sch.-H. nicht nerven. Die hatte bestimmt ganz doofe Ferien und so.

    1. Vielen Dank! Nein, ich bin tatsächlich recht entspannt und unser Vorbereitungstreffen lief schon deutlich besser als noch letztes Jahr. Jetzt wusste ich ja auch schon, was mich erwartet.
      Dir auch noch ein paar schöne Tage (?)!

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