who stole the cookies from the cookie jar?

Ehrlich, ich LIEBE Kekse.

Und wenn im Hause Weh auch manches im Alltagstrubel untergeht, vergessen wird oder gar fehlt – Kekse sind immer vorhanden. Immer! Ein Lebensmotto teile ich mir mit dem Krümelmonster: Es gibt kein Problem, das sich nicht mit einer Tasse Kaffee und einem guten Keks (oder auch zweien…) lösen ließe. Allerdings (und da muss ich Herrn Weh recht geben) gibt es hier deutlich mehr Plätzchen als Probleme. Was ja genau genommen ein Segen ist! Aber das nachmittägliche Angebot krümeliger Köstlichkeiten ist schon derart selbstverständlich geworden, dass die Aufnahme der vorherigen Hauptmahlzeit zumindest bei den Wehwehchen an Ernst vermissen lässt. Schließlich kommt da ja noch was! Wenn man Herrn Weh Glauben schenken mag, dann ist der Weg zur Hölle mit Mürbeplätzchen, Butterkringeln und Zimtwaffeln gepflastert und ich tanze mit den Wehwehchen darüber, wie Dorothy mit Blechmann, Vogelscheuche und Co.

Dabei geht es ja gar nicht nur ums Essen. Die Nachmittagskekse sind ein liebgewonnenes Familienritual. Die Wehwehchen erzählen, ich höre zu; ich erzähle, die Wehwehchen haben den Mund voll und können nicht dazwischenquatschen. So schön! Ich tanke auf in diesen Momenten, schüttle den Schulvormittag ab und schalte in den Familienmodus um. Unerlässlich um die nächsten Stunden einigermaßen gut hinzukriegen. Denn auch hier warten überbordende Wäschekörbe, wahre Gebirgslandschaften an Vokabeln und Wollmäuse, gut getarnt in ihren Verstecken. Immer anbei ein volles Töpfchen, ein umfallender Becher, ein klingelndes Telefon.

Es gibt einen Erzählstrang in der Serie Desperate Housewives, in der die vierfache Mutter Lynette zum Ritalin ihrer Kinder greift, um mit den perfekten Müttern mitzuhalten. Ich will keine perfekte Mutter sein. Aber ich will, dass die Wehwehchen rückblickend sagen „hey, das war schön damals!“, und ich bin froh, dass wir dazu in die Keksdose greifen und nirgendwo anders hin.

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8 Kommentare zu „who stole the cookies from the cookie jar?

  1. es ist schoen zu lesen, dass es auf diesem Planeten doch noch Mütter, ich nehme an jüngeren Alters, gibt, die solche Gesprächsrunden noch wahrnehmen. Es wäre um unsere Kinder in der Schule besser bestellt, würden Mamas das auch in meinem Umfeld tun, oder omas, opas usw. diese Mußestunden übernehmen könnten. Bei mir daheim war es die Küche ( christine Nöstlinger beschreibt sie so schön als Mutterbauch) wo sich meine drei um das beste Plätzchen stritten( eine kleines leiterstockerl!)

  2. Liebe Frau Weh, ohne Quatsch: ich bewundere Sie. Meine Kinder sind groß und aus dem Haus, aber ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als sie so klein waren wie Ihre. Es war schön, aber auch sehr anstrengend. Ich bin auch Musik- und Klassenlehrerin und finde es toll, wie Sie alles hinkriegen, aber passen Sie auf, dass Ihr Akku auch immer schön aufgeladen wird!

  3. Frau weh, ich kann das gut nachfühlen. Und seien sie wirklich froh, dass ein paar Butterplätzchen oder ähnliches reichen! Und perfekt sind viele nur nach außen!

  4. Liebe Frau Weh,
    wenn diese Plätzchen längst gegessen sind und sie alleine am Kaffeetisch sitzen, weil die Wehwechen flügge geworden sind, werden Sie sich noch an die Nachmittage mit Ihren Kindern erinnern. Und das sind gute Erinnerungen, für Sie und die Kinder! Genießen Sie sie. Die Zeit geht leider so schnell vorbei. Ich bin der festen Überzeugung, dass jede Minute, die ich mit meinen Söhnen verbrachte, gut investierte Zeit war. Halten Sie Ihr Keks-Päuschen ruhig weiter!
    Alles Gute für Sie und Ihre Familie
    Rena

  5. Danke, liebe Frau Weh.
    … dass sie uns teilhaben lassen an Ihrem schwurbeligen Alltag.
    … dass auch mittelschwere Katastrophentage bei Ihnen noch locker-fluffig wie Wattewölkchen klingen.
    … dass Sie mir immer wieder mal einen anderen Blickwinkel auf meine MiniMaxiMonster ermöglichen.
    … dass Kommunikation einfach vieles erleichert, Sie so viel Wert darauf legen und diesen Wert auch weitertragen.
    … dass Ihr Alltag genau so ist wie der jeder anderen Mama: nicht perfekt. Nackter Wahnsinn gegrillt auf Toast. Kaffee dazu? Ich lade ein.

    😉

  6. Der Kaffee/Tee am Nachmittag und die Kekse waren auch bei uns ein festes Ritual. Es war eigentlich der wichtigste Moment des Tages, denn nur um diese Zeit hatten alle diesselbe, gemütlich da zu hocken, zu erzählen und zuzuhören. Morgens hatten es schließlich alle eilig, in die Schule und zur Arbeit zu kommen. Mittag wurde außerhalb gegessen und abends waren die Kinder, da sie ja auch viel Sport machten und Klavier spielten und im Chor sangen und in der Band und… einfach zu müde. Und für mich war dieses Nachmittagskaffee mit Keksen, genau, wie Du beschrieben hast, der perfekte Moment, die Arbeit abzuschütteln und Kraft zu tanken für den Nachmittag und Abend.
    Dieses Ritual ist mir so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich es immer noch, da die Kinder längst in eigenen Wohnungen leben, zelebriere. Und 2-3x die Woche kommt eins der Mädchen vorbei und hockt sich dazu und erzählt vom Studium, der Arbeit, Ämtern, dem Enkel, vom Urlaub, Plänen, Geld, Freunden, Wetter…

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