Januarbilanz

Gerade begonnen, da ist er schon vorüber, der Januar.

Mein Ansinnen in diesem Monat war, mich mehr um meinen Körper zu kümmern. Ich wollte ein alltagstaugliches Sportprogramm etablieren, meinen Horizont um ein paar Gesundheitstechniken erweitern, keine Erkältung bekommen. Mein Fokus richtete sich außerdem auf mehr Schlaf und gutes (besseres?) Essen. Ich bin morgens früher aufgestanden, um auf den Crosstrainer zu gehen und abends weit vor 22.00 Uhr ins Bett gefallen. Manchmal sogar vor 21.00 Uhr. Ich habe Kokosöl gezogen, meine Nase geduscht und akribisch meine Zunge gereinigt. In den ersten Ballettstunden meines Lebens habe ich nicht nur mein Französisch aufgefrischt, sondern auch so manchen Muskel aus dem Dornröschenschlaf geweckt.

Ich habe viel Tee getrunken, auch mal nur ein Stück Ingwer mit Wasser aufgebrüht. Mein Kaffeekonsum hat sich ganz nebenbei verringert. Ich habe einen Monat lang keine Milch getrunken und sie nicht vermisst. Es wurde viel gebacken im Januar, außerdem gab es Pfannkuchen, eine wahnsinnig leckere Mousse au chocolat (von der ich mich 2 Tage ernährt habe, aber die war auch wirklich ein Knaller!), vegane Gummibärchen und Pfefferminzschokolade. Das hat mir ein wahres Monster von Pickel eingebracht, aber dennoch ein Minus von 1,4 Kilo auf der Waage. Ich habe zum ersten Mal Seidentofu verwendet und auch sonst eine ganze Reihe neuer Produkte gekauft: Kichererbsenmehl, Sojamehl, Ritter Sport Marzipan.

Mein Körper fühlt sich nach anfänglichen Mucken jetzt gut an. Ich habe in diesem Monat keine Kopfschmerztablette eingenommen und nur einen Protonentorpedo (aber das Curry war auch sehr scharf!). Meine Schultern, sonst immer mein Problembereich, sind locker und ich bilde mir ein, dass das Knacken beim Schulterkreisen deutlich nachgelassen hat. Mir war in diesem Monat nur einmal morgens schwindelig, da hatte das Miniweh schlecht geschlafen und ich war mehrfach an seinem Bett. Allerdings hat das mit der Erkältung nicht geklappt – diese Woche hat es mich zwei Tage heftig erwischt. Überraschenderweise geht es mir heute aber schon wieder gut.

Was bleibt nun, was geht?

Ich halte den Sport bei. Mittlerweile bin ich bei 5-6x Crosstrainer angelangt. Tatsächlich ist es mir lästiger geworden, jeden Abend den Wecker umzustellen, als einfach durchweg früher aufzustehen. Wer hätte gedacht, dass es so leicht werden würde den Sport in die Alltagsstruktur zu integrieren? In den nächsten Wochen werde ich versuchen, abends häufiger auf die Matte zu gehen, um ein paar Rücken- und Bauchübungen durchzuführen. Das habe ich meistens geschlampt, weil ich so müde war. Der Ballettkurs ist wunderbar und ein richtiges Wochenhighlight, auf das ich mich freue. Ich bin glücklich, dass ich es ausprobiert habe und genieße jeden Moment des Unterrichts.

Das Kokosöl, das ich zum Ölziehen benutzt habe, hat gestern den Platz im Bad mit der Küche getauscht. Ich mag das Gefühl nicht gerne, habe noch keinen Nutzen feststellen können und lasse es wieder sein. Auch die Nasendusche wird nicht regelmäßig benutzt (außer vom Miniweh, das sie gerne mit in die Badewanne nimmt…). Das Benutzen von Meersalzspray macht deutlich weniger Arbeit. Meine Zunge reinige ich weiterhin und zwar mit wahrer Begeisterung. Details lasse ich ungenannt, aber es ist beeindruckend. Ehrlich, versucht es mal!

Fast bin ich ein wenig traurig, dass der Januar schon rum ist. Es hat mir Spaß gemacht, mich einmal uneingeschränkt, fernab jeder Eitelkeit mit meinem Körper zu beschäftigen und dabei verblüfft festzustellen, dass sich recht schnell Ergebnisse zeigen. Ich habe mich intensiv mit verschiedenen Dingen beschäftigt, viel gelesen und das wahnsinnig aufregende Gefühl, dass sich dieses Jahr noch einiges tun wird!

Schön, dass ihr dabei seid!

 

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21 Kommentare zu „Januarbilanz

  1. Deine Artikel bereichern meinen Nachmittag vor dem Computer regelmäßig. Der ein oder andere Lacher bleibt bei der charmanten Schreibweise einfach nicht aus. 🙂 Immer wieder schön, etwas aus dem „Alltagsleben“ anderer Grundschullehrer zu hören…. wie gleich und doch individuell wir sind 😀
    Bitte weiter so. und natürlich nur das Beste für dich und deinen Körper :))))

    1. Danke, Franzi!
      Ich glaube, es gibt wirklich wahnsinnig viele Parallelen. Denn bei aller Individualität gibt es doch gerade im Kosmos Schule eine ganze Menge Gesetzmäßigkeiten, denen wir alle unterliegen 😉

  2. Beeindruckend, Frau Weh!
    Aber ich frage mich: wann in aller Herrgottsfrühe machst du den Sport? Mein Wecker klingelt sowieso schon um 5.30 Uhr. Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, NOCH eher aufzustehen.
    Und wie lange sportelst du dann eifrig vor dich hin?

    Ich bin wirklich schwer beeindruckt!

    1. Hallo Cvalda,
      ich stehe um 5.15 Uhr auf, füttere die Katze und gehe dann für 20 Minuten auf den Crosstrainer. Danach geht es ins Bad, ich dusche und ziehe mich an. 5.50 Uhr mache ich das Frühstück und die Brotdosen für die Kinder fertig, anschließend schaue ich kurz nach E-Mails. Um 6.15 Uhr werden die Wehwehchen geweckt und es gibt Frühstück. Mit dem Miniweh gemeinsam gehe ich dann nochmal ins Bad für kleine (und größere) Korrekturarbeiten :mrgreen: 6.55 Uhr verlassen wir zwei das Haus, die anderen beiden Wehs haben etwas mehr Zeit. Herr Weh räumt den Tisch ab, kümmert sich um die Spülmaschine und macht meist noch eine Ladung Wäsche bevor er geht. Du siehst, auch hier ist alles minutiös geplant 😉

      1. Danke für die ausführliche Antwort, Frau Weh. So gesehen bräuchte es hier vllt „nur“ 15 Minuten eher aufstehen und eine bessere Vorbereitung am Vorabend, damit Morgensport auf dem Programm stehen könnte…. – du hörst heraus, dass ich noch nicht ganz dahinter stehe.
        Aber ich könnte mir ja eine Testphase verordnen – so wie du… mmh…
        Danke für die Anregung!

        1. Ich glaube, dass eine (befristete) Testphase wirklich eine gute Sache ist. Berichte, ob es geklappt hat, ja?
          Zur Vorbereitung: auch ich mache am Vorabend, was eben geht. Tisch decken, Gemüse schnibbeln, alles parat legen, schließlich zählt morgens jede Minute 😉

  3. Ich bin besonders beeindruckt von der Crosstrainer-Bilanz! Meiner steht unterbeschäftigt im Keller, weil ich behaupte, ihn nicht in meinen Alltag integrieren zu können. Dies am frühen Morgen zu tun – auf die Idee wäre ich allerdings noch nie gekommen. Chapeau (um beim französisch zu bleiben)! lg, perfektmami Mirjam

    1. Hallo Mirjam,
      kannst du ihn vielleicht aus dem Keller holen? Ich habe bei mir festgestellt, dass ich den Crosstrainer nur dann benutze (und wir haben ihn auch schon ein paar Jahre…), wenn ich nichts verräumen muss und genug Ablenkung, sprich DVD-Player etc., vorhanden ist.
      Dass ich morgens draufgehe, hat genau wie bei dir damit zu tun, dass der Rest des Tages einfach keine Luftlöcher bietet. Das soll ja besser werden, wenn die Kinder größer sind… 😉

  4. Liebe Frau Weh,
    ich habe, wie schon in vielen Monaten davor, fast jeden Tag hier vorbei geschaut. Es ist ein liebgewordenes Ritual geworden.
    Ab und an hab ich den Liebsten gerufen, damit er auch lesen kann, was es Neues gibt. Sie, der geduldige Herr Weh und die Wehwehchen sind mir dabei ans Herz gewachsen. Ich konnte manche Parallele (schulisch und privat ;)) entdecken, hab mitgelacht und mitgelitten. Auf jeden Fall aber fühlte ich mich immer auf „sprachlich hohem Niveau“ unterhalten! Es ist mir eine Freude! Und manchmal war ich versucht, ihrem werten Gatten zuzuraunen „sag ihr, sie soll ein Buch draus machen!“
    Ich blogge nicht, hinterlasse nie Kommentare, klicke keinen „gefällt mir“-Button und unterhalte mich in keinen Foren – dies ist also eine absolute Premiere!
    Die Januarbilanz ist demnach folgende:
    Ich sag Frau Weh, wie schön, dass es sie gibt!

    1. Was für ein netter Kommentar am Sonntagmorgen, vielen Dank! 🙂
      Da ein blog erstmal eine relativ einseitige Sache ist, ist es immer schön, eine Rückmeldung zu erhalten. Ich freue mich sehr darüber, wenn ich höre, dass das Geschriebene jemanden zum Lachen oder Nachdenken bringt. Wenn es noch darüber hinausgeht und sich ein Gefühl der Verbundenheit einstellt, ist das für mich einer der tollsten Aspekte des Netzes. Daher: Weiterhin viel Freude beim Lesen und ein wunderschönes Wochenende! 🙂

  5. Mit dem Körper beschäftigen – das mache ich seit 17 Jahren einmal im Monat mit meiner Ostheopatin. Ich kenne jeden Muskel, jedes Knöchelchen und alle Häute, die sich durch den Körper ziehen. Wunderbar ist das.

    1. 17 Jahre! Da braucht man sich vermutlich gar nicht mehr groß unterhalten, oder? Ich gehe seit einem Jahr einmal monatlich zur Massage und schon nach dieser im Vergleich sehr kurzen Zeit, braucht meine Ärztin nur über meinen Schulterbereich streichen, um zu wissen, wie es mir so geht.

  6. Das klingt sehr gut. Glückwunsch, dass sie durchgehalten haben. So ein Zungenreiniger hat bei mir jetzt auch Einzug gehalten. Ekelig aber sinnvoll. Aber was ich noch nicht verstehe, wozu keine Milch?
    Ich wünsche viel Erfolg für´s nächste Motto. Als ich davon gelesen haben, wurde mir ganz warm ums Herz.

    1. Hallo Clarisande,

      wie soll ich es erklären? Ich versuche derzeit manche angelernten Verhaltensweisen zu überprüfen, worunter ganz klar auch das Essverhalten läuft. Ein (zu) hoher Milchkonsum wird mittlerweile ernährungswissenschaftlich und medizinisch durchaus kritisch gesehen und ich wollte Alternativen testen. Bestimmt schreibe ich dazu nochmal extra. LG!

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