Alles swingt, swangt, hat geswungen.

Schon neigt sich der April dem Ende entgegen und ich habe gefühlt kaum gebloggt, was natürlich an den Ferien lag, aber auch an der Schwierigkeit, die unterschiedlichen Bedürfnisse der anderen Wehs unter einen Hut zu bringen. Die Wehwehchen fordern uns zur Zeit ganz schön als Eltern heraus, Wellness! Wer hat sich das mit Trotzphasen und Pubertät eigentlich ausgedacht und warum, zum Teufel, läuft bei uns beides parallel ab? Bedingt tröstet mich die Tatsache, dass sich die Brut wenigstens außerhalb der eigenen Wände anständig benimmt. Vielleicht sollten wir einfach mehr Zeit draußen verbringen?

Das Projekt in diesem Monat lief übrigens richtig gut. Alles swingt! kann ich bedingungslos weiterempfehlen. Zur Freude meines Nachwuchses kann ich jetzt Häschen in der Grube rückwärts singen, habe meine Ballettschuhe eingetanzt, einen netten (aber ergebnislosen) E-Mail-Kontakt zu einem Pianisten aufgebaut und viel, viel Musik gehört. Was leider nicht geklappt hat, war das Konzert mit Herrn Weh. Irgendwie haben wir das nicht auf die Reihe gekriegt. Dafür wurde in Dr.House-Folge, die wir gestern gesehen haben, sehr viel Klavier gespielt. Zählt das wohl auch?

Ein bisschen habe ich auch an die Schule gedacht, klar. Allerdings deutlich (zu?) wenig. Und auch das geht aufs Konto der Wehwehchen, die zwar einen halben Vormittag friedlich vor sich hin spielen können, wenn ich es mich nur nicht wage, die Türe zu meinem Arbeitszimmer hinter mir zu schließen. Dann wittern sie Lunte und kommen herangeschossen. Merke: Arbeiten gestaltet sich in der Tat schwierig, wenn alle im Haus sind. Wie machen das denn all diejenigen, die im Home-Office arbeiten? Ketten die ihre Kinder im Keller an? Scherz. Wir haben gar keinen Keller.

Ich sinne weiter über diese Frage nach, lasse euch derweil an einem Erziehungs-Schmankerl der Kölner Band L.S.E. teilhaben und wünsche einen guten Start in die Woche,

herzlichst, Frau Weh

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5 Kommentare zu „Alles swingt, swangt, hat geswungen.

  1. Also mein Home Office gelingt auch nur wenn der Knirps nicht da ist-dafür muss ich nur immer einen Tag frei nehmen :-/

  2. Wir haben einen Keller, aber der ist so vollgestellt, da ließe sich nicht mal unser Kindergartenkind festketten. Also habe ich dieses an allen Nicht-Feiertagen hemmungslos in die dafür vorgesehene Betreuungseinrichtung gebracht und die Schulkinder mit anderen ihrer Art verabredet – manchmal bei uns, häufiger bei anderen oder draußen. So hatte ich neben Zeit zum Arbeiten sogar auch ein bisschen richtige Ferien für mich.
    Erst fühlte ich mich dabei ganz schlecht und sehr egoistisch. Im Nachhinein stelle ich fest, dass die Kinder so auch schöne Ferien hatten und ich nicht – wie sonst schon häufiger – am Ende der Ferien das Gefühl habe, ich bräuchte jetzt ganz dringend mal welche.
    Für morgen allen einen guten Start in den Endspurt bis zu den Sommerferien! In NRW sind das abzüglich aller Feiertage ja nur noch zwei Monate, dann sind schon wieder Ferien. Ehrlich gesagt stresst mich das aber eher, als das es mich freut: 26 Berichtzeugnisse – örgs!
    Aber immerhin habe ich jetzt schon eine Idee für die Sommerferien: Häschen in der Grube rückwärts wird meinen Nachwuchs sicher auch beglücken 😉
    Ansonsten freue ich mich auf das Motto für den Mai.
    Liebe Grüße
    Sabine

  3. Die Home-Office-Leute warten, bis die Kinder in der Schule sind (und der Mann zur Arbeit). Wenn die Familie Zuhause ist, klappt das mit dem Arbeiten bei mir auch nicht wirklich.
    Schade, dass es keine Aufnahme gibt von dem „Häschen in der Grube-Rückwärts-Lied“. Hätte mich ja sehr interessiert, und mir das selber zusammenzuprusseln bin ich zu faul 😉

  4. Liebe Frau Weh,

    wie es die machen, die immer von zu Hause arbeiten? 😉 Ganz einfach:

    Große Projekte möglichst auf außerhalb der Ferien terminieren. Die Kinder zumindest für Hausaufgaben und Mal-/Bastelarbeiten gegebenenfalls im Arbeitszimmer platzieren (räumliche Nähe scheint die Lage zu beruhigen). Mit schlechtem Gewissen zwischendurch auch mal für eine halbe Stunde auf Durchzug schalten. Zu ausgewählten Arbeitszeiten möglichst rechtzeitig vorher Freundesbesuche organisieren. Auch kleine Zeiteinheiten (z.B. Wartezeit während des Musikunterrichts) konsequent für die Arbeit nutzen (am besten rechtzeitig vorher schon Dinge zurechtlegen, die in dieser Zeit erledigt werden können). Beim Verlassen des Arbeitszimmers abschalten und sich tatsächlich auf die Familie und das Leben konzentrieren.

    Und ansonsten: Den Rest eben nachts arbeiten. Also auch nicht anders als viele Lehrer… 😉

    Meine Friseurin lacht schon immer, wenn ich mich setze und sofort meinen Papierstapel auspacke — aber wann hat man sonst schon mal nachmittags eine ruhige Stunde, in der keiner „Mama“ sagt oder einen bei der Arbeit unterbricht? (wichtiger Tipp: feste Unterlage mitnehmen, sonst ist das Schreiben im Friseurstuhl sehr mühsam!)

    Und ab morgen ist ja wenigstens halbtags wieder Ruhe… 😉

    Regine

  5. Der war auch mal jung – und am 14.10. habe ich Karten für ein Konzert in Düsseldorf!

    Ich habe für mich beschlossen, meinen Beruf Apothekerin nicht mehr in einer Apotheke auszuüben (2 Kinder im Pubertätsalter). Ich kann (und will) nicht in diesem Dauerzwiespalt leben – und bewundere dabei alle, die das tun und irgendwie schaffen! Ich wünsche Euch dafür alles Gute!
    Nach dem Entschluss (ich hatte Anfang diesen Monats nochmal eine Stelle) konnte ich endlich Osterferien, Sommerferien, Herbstferien zu planen anfangen. Davor war ich völlig blockiert gewesen.
    Ich betreue sehr gerne Senioren – und habe nun im einwöchigen Ostseeurlaub meinen gerade 80-jährigen Vater, der in die Demenz abgleitet, meine Mam schafft’s nicht mehr, zunächst ins geriatrische Krankenhaus gebracht – und danach wartet ein Pflegeheim-Zimmer. Alles binnen 3 Tagen. Jetzt freue ich mich schon wieder auf meine Lieben im Altenheim vor Ort – und die Kinder fluchen täglich über’s frühe Aufstehen… .

    Kennt Ihr den Blog pharmama.ch. Hier ein netter Beitrag daraus:
    http://pharmama.ch/2014/03/23/uber-den-bergen-bei-den-zwergen/

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