Unser Morgen

Die neue Schule – die sich schon gar nicht mehr so neu für mich anfühlt – arbeitet deutlich kindorientierter als meine vorherige. Die Klingel ist abgestellt und signalisiert lediglich die Pausen. Der Unterrichtsbeginn ist offen und startet jeden Morgen mit Freiarbeit. Im Unterricht gilt das Klassenlehrerprinzip, sodass ich mit 18 Stunden bei den Erstklässlern eingesetzt bin. Da ich in der Vergangenheit keine eigene Klasse mit mehr als 12 Stunden führen konnte, empfinde ich diese Tatsache als ungemein entspannend, ermöglicht sie mir es doch, den Vormittag wesentlich umfassender zu gestalten, als ich es mit meinen bisherigen Klassen konnte. Dass eine Lerngruppe hiervon profitiert, stelle ich derzeit täglich fest. Noch keins meiner 1. Schuljahre war zu diesem frühen Zeitpunkt so verhaltenssicher, was Regeln, Ordnung und tägliche Abläufe anbelangt.

Wie sieht er nun aus, so ein typischer Morgen bei den Erstklässlern?

Die Kinder trudeln zwischen 7.30 Uhr und 8.00 Uhr ein. Sie sagen hallo, wechseln die Schuhe und machen dann einen Strich an der Tafel. Diese Strichliste üben wir seit ein paar Wochen, ich meine den Tipp in einem Kommentar im Lernstübchen gelesen zu haben. (Liebe unbekannte Kommentatorin, solltest du dies hier ebenfalls lesen, dann sei dir meines Dankes sicher, deine Idee ist einfach und großartig!) Anschließend werden die Hausaufgaben in das dafür vorgesehene Ablagefach geräumt und Arbeits- oder Korrekturmaterial aus dem eigenen Fach herausgenommen. Jedes Kind verfügt über ein Schubladenfach, in das ich je nach Leistungsstand Material oder den Hinweis auf entsprechende Freiarbeitsmaterialien lege. Es gilt die Regel „Fach vor Freiarbeit“, was bedeutet, dass zunächst zwei vorgegebene Aufgaben bearbeitet werden müssen, bevor die Kinder ihre eigene Auswahl treffen. Mir ist klar, dass diese Arbeitsweise nicht der reinen Definition von Freiarbeit entspricht, sie ist für mich und mein Unterrichten aber der gefundene Mittelweg zwischen Kontrolle und Vertrauen. Denn es gilt nicht nur generell, sondern insbesondere für Erstklässler: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist … ihr wisst schon.

In dieser Unterrichtsphase bin ich frei für einzelne Kinder oder kleinere Gruppen. Ich führe Material ein, stehe für Leseversuche zur Verfügung oder fördere gezielt einige Kinder nach Plan. Manchmal halte ich aber auch einfach ein kleines Schwätzchen mit einem Kind, bewundere neue Schuhe oder beobachte die Klasse. (Ich gebe zu, dass mir dabei manchmal ein zufriedenes Lächeln übers Gesicht huscht. Aber, hey, man wird sich seiner Arbeit wohl auch gelegentlich erfreuen dürfen!)

Freiarbeit – und danach?

Die Freiarbeitsphase endet mit einer festen Musik, woraufhin die Erstklässler das Material wegräumen und sich mit einem Teppich in den Kreis setzen. Die Bänke, die sich noch in meiner Ursprungsplanung befanden, mussten weichen – es war einfach zu eng. Im Kreis begrüße ich die Klasse noch einmal zusammen und dann wird eine ganze Zeit gesungen. Anschließend betrachten wir interessiert die Strichliste und freuen uns darüber, wenn sie lesbar ist und sogar die richtige Anzahl Kinder aufweist. Dies war in den letzten Wochen allerings erst viermal der Fall. Ansonsten scheint meine Kinderanzahl zwischen 17 und 45 zu schwanken. Tatsächlich fühlt es sich an manchen Tagen sogar nach noch mehr an. Tja.

Danach besprechen wir den Verlauf der Freiarbeitsphase. Gab es Probleme? Wie war die Lautstärke? Konnten alle gut arbeiten? Gibt es Materialwünsche? Dies mache ich von Anfang an, mittlerweile ist es eine kurze Abfrage und benötigt kaum mehr Zeit. Ich kontrolliere, ob alle Kinder ihre Hausaufgaben im vorgesehenen Fach abgelegt haben und erläutere die Tagestransparenz. Je nach Planung nutze ich den Rest der 2. Stunde noch für eine Einführung oder Übungsphase. Auch hier gilt, dass die hohe Anzahl an Klassenlehrerstunden eine größtmögliche Flexibilität ermöglicht.

Frühstück mit pädagogischen Hintergedanken

Die Frühstückszeit verpassen die Erstklässler bei allem Eifer dann aber doch nicht. Alles wird vom Tisch geräumt, der Kakaodienst beginnt mit seiner Arbeit und ich lese vor. Der Gruppentisch, der bis zu diesem Zeitpunkt am ruhigsten gearbeitet hat, wird zum Bullerbü-Tisch des Tages gekürt und genießt das unerhörte Privileg, die Bilder im Buch vor allen anderen gezeigt zu bekommen. Tatsächlich ist dieser Anreiz so groß, dass ich keinerlei weitere Belohnungssysteme einführe. Noch sind sie wirklich heiß darauf. Das tägliche Vorlesen halte ich persönlich übrigens neben einer guten Buchauswahl in der Klasse für den besten Lesemotivator. Lesen ist einfach großartig! Das lernen die Erstklässler schnell. Dann ist auch schon Pause und der erste Teil des Tages für die Kinder geschafft.

Und was bringt es?

Ich empfinde diese klare Struktur des Morgens als absoluten Gewinn. Die Kinder haben schon früh den Ablauf verinnerlicht und so ein gutes Zeitempfinden entwickelt. Ich selber habe durch den offenen Anfang mehr Möglichkeiten, mit einzelnen Kindern ins Gespräch zu kommen, ohne dass der Unterrichtsablauf dadurch verzögert würde. Selbst Überraschungsbesuche von Postbote, Getränkelieferant oder Hausmeister stören das Geschehen nicht. Es ist das erste Mal, dass ich mit einem so hohen Anteil von Öffnung arbeite. Dementsprechend üppig waren meine anfänglichen Zweifel gesät, ob ich die wirklich große Lerngruppe im Blick halte. Wie schnell rutscht ein Kind durch das System! Dadurch, dass ich aber trotz konvergenter Differenzierung keine komplette Individualisierung anstrebe und somit auch das Arbeitsmaterial (in unserem Fall Flex und Flo sowie Flex und Flora) nicht zur Gänze freigebe, entschärft sich diese Sorge Stück für Stück. An anderer Stelle hatte ich bereits geschrieben, dass ich sehr viel nachsehe. Nach wie vor bin ich davon überzeugt, dass dies für mich der richtige Weg ist, denn darauf baue ich neben der Unterrichtsplanung auch die Arbeitspläne der Kinder auf. Ganz davon abgesehen schafft dieser Aufwand eine sehr gute Basis für Elterngespräche. Die meisten Eltern schätzen diese Arbeit sehr wohl.

Evaluation?

Das Freiarbeitsmaterial, das ich nutze, ist auf Zweckmäßigkeit und Effektivität hin ausgesucht und wird (auch wenn es mir weh tut, wenn viele Stunden Arbeit darinstecken) regelmäßig auf seinen Nutzen überprüft. Tatsächlich passiert es mir gelegentlich, dass ich ein Material anschaffe, weil ich selber es schön finde. Leider ist dies nicht unbedingt ein sinnvolles Kriterium für ein Arbeitsmaterial. Ein ähnliches Schicksal ereilte nun auch zu meiner Überraschung die Leseecke, für mich ein ganz wichtiges Element in einer Eingangsklasse. Tatsächlich haben die Erstklässler sie nicht so angenommen, wie ich es gedacht hätte. Schon als Rückzugsort, aber nicht als Arbeitsplatz. Das dort lagernde Material war nicht genug im Blickfeld. Da der Raum begrenzt ist und ich um jeden Quadratzentimeter kämpfe, habe ich die Ecke in den Ferien aufgelöst und das Material neu sortiert. Tataaa, nun arbeiten die Erstklässler damit. Versteh einer die Kinder!

Regelmäßige Evaluation halte ich für unverzichtbar. Kein Material, kein Konzept und keine Methode ist in Stein gemeißelt. Mögen die letzten drei Klassen auch in hohem Maße von einer Leseecke profitiert haben, diese tut es eben nicht, also kritisch hinterfragen und weg damit.

So, das war ein kleiner Einblick in unseren Vormittag. Vielleicht war es für den ein oder anderen Leser interessant. Zumindest hoffe ich das, ansonsten bleibt mir nur die Aufmunterung, dass auch wieder andere Artikel kommen werden. Vielleicht fotografiere ich ja nächste Woche meinen Kleiderschrankinhalt!? Mir schwebt für den November ein Capsule Wardrobe -Thema vor. Haha, da werden sich manche sicher ganz schrecklich langweilen, aber die Bedeutung anständiger Lehrergarderobe wird meiner Meinung nach in der Öffentlichkeit immer noch zu wenig gewürdigt. Möglicherweise sollte ich hier dringend für Abhilfe schaffen, wenn es sonst schon keiner tut. Ich gehe in mich!

Bis dahin herzlichste Herbstgrüße

Frau Weh

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47 Kommentare zu „Unser Morgen

  1. Liebe Frau Weh – bei dir weihnachtets schon!

    In Österreich gibt es das Fachlehrerprinzip für Volksschulen gar nicht. Klassenlehrersystem ist bei uns die Regel, alle anderen Lösungen sind seltene Ausnahmen. Ich denke auch, dass es ganz ganz viele Vorteile hat – Flexibilät in den Zeitabläufen, Kontinuität und wirklich viele andere.

    Zwei große Nachteile habe ich über die Jahre beobachtet:

    Singt eine Lehrerin nicht gerne oder turnt nicht gerne, spricht schlecht Englsich,,… dieses Fach geht irgendwie unter. Wir Volksschullehrerinnen sind eh nah dran am Universalgenie – aber alles können wir dann meist doch nicht.

    Die Kinder haben nur eine Bezugsperson und die Lehrerin nie andere Kinder. Besonders zermürbend kann das bei Kindern werden die einen fordern. Man hat sie den ganzen Tag – einfach immer! Umgekehrt ist es aber auch so, auch die Schüler müssen mich den ganzen Tag aushalten – ohne Pause. Ich glaube, dass ist auch nicht immer leicht 😉

    Liebe Grüße!

    1. Nach Weihnachten ist vor Weihnachten! 🙂
      Tatsächlich sind es noch 9 Wochen bis zu den Weihnachtsferien. Man könnte schon Stress empfinden.

      Deine Einwände sehe ich ähnlich. Hier in NRW darf Englisch daher nur von qualifizierten Fachlehrern unterrichtet werden (also nicht von mir, ha!). Sport habe ich mit einer Kollegin gegen Musik ausgetauscht, sodass alle davon profitieren.
      Wie ist das denn bei euch, wenn ihr mehr Stunden unterrichtet, als die eigene Klasse hat? Dann müsstet ihr doch auch in anderen Klassen eingesetzt werden?

      1. Ja, in der Regel hat die Lehrerin in Klasse 1 und 2 mehr Stunden als die Kinder und macht dafür etwas in einer 3/4. Z.B. Musik.
        Viele Kolleginnen versuchen natürlich auch zu tauschen. Ich mag nicht Musik, du nicht Werken… lass uns tauschen.
        Die Schwierigkeit ergibt sich in unserer Region aber druch die Kleinteiligkeit unserer Schulen. Viele Grundschulen bei uns im Bezirk bringen gerade mal so Vier klassen zusammen, also von jeder Schulstufe nur eine. Schulen mit zwei Parallelklassens sind schon große Schulen bei uns. Und das Tauschrad läuft einfach leichter mit mehreren Beteiligten.
        Grundätzlich find ich es toll, dass fast jede Gemeinde noch die eigenen Schule im Ort hat. Aber wie immer – wo Licht ist ist auch Schatten! Vorallem finanziell sind unsere Schulen echt schlecht aufgestellt. Dafür ist diese „Kleinheit“ einfach ungalublich persönlich und nah am Kind dran.

  2. Ein ganz großartiger Artikel, liebe Frau Weh!
    Genau deswegen schaue ich regelmäßig vorbei, in der Hoffnung
    etwas Neues und Spannendes aus ihrem Leben als Grundschullehrerin
    zu erfahren!
    Vielen lieben Dank!
    Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche! 🙂

      1. Liebe Frau Weh,
        genau das macht ja den Zauber deines Blogs aus. Du berichtest von deinem Alltag und man spürt in jedem Satz dein großes Interesse an den Menschen, von denen du erzählst 🙂 Daher kommst du leider nicht um die Tatsache herum, dass dieser Artikel und viele andere, zum Beispiel der über die in echt gecrafteten Kürbiskuchen (ich habe mich sehr amüsiert), einfach wirklich sooooo überwältigend sind. Da musst du jetzt durch 😉 Ich bin schon ganz gespannt auf deinen nächsten Artikel. Liebe Grüße

    1. Das finde ich auch. Ich krame erstmals in meinen sozialpädagogischen Kenntnissen, die ich zu Beginn meines MamaSeins weitestgehend gegen mein Bauchgefühl ausgetauscht habe. Weitestgehend. Ich finde eure beiden Sichten sehr wertvoll und freu mich über jeden Kommentar, den ich hier mitlesen kann…

  3. Hallo Frau Weh,
    ich habe mit großer Freude deinen Eintrag gelesen und finde ihn super schön. Auch ich habe gemerkt wie die klare Struktur, die ich versuche in meiner 1.Klasse an den Tag zu legen, den Kindern hilft. Leider bin ich nur 2mal in der 1. Stunde drin. Häufig komme ich erst in den letzten beiden Stunden und habe auch nur 13 Stunden. Ich merke jetzt wovon du schreibst, wenn du dafür dankbar bist, so viele Stunden in deiner Klasse zu verbringen. Mich interessiert, wie du deine Leseecke neu gestaltet hast, da meine Kids diese auch nicht so annehmen wie erhofft 😉
    Alles Liebe
    Johanna

    1. Hallo Johanna,
      ich kann es dir nachfühlen. Man kann eine Klasse mit 13 Stunden führen, aber anders ist schöner.
      Ich habe die Leseecke komplett aufgelöst und die Regale, die vorher die Ecke bildeten, an die Wand geschoben. Die Materialien habe ich im Grunde genommen in den Regalen gelassen, lediglich die Bücher musste ich neu sortieren. Es war für die Kinder übrigens kein Grund zur Trauer (auch das hat mich ehrlich gesagt überrascht), sie fanden es schön und übersichtlicher. Dann sollen sie es eben so haben 😉

  4. Ich bin echt beeindruckt, wie du es schaffst mit einer so großen Gruppe von so kleinen Flöhen einen streckenweise ganz individualisierten Unterricht zu machen. Kompliment und Hut ab 🙂

  5. Hallo Frau Weh,
    Deine Artikel finde ich immer super spannend und insbesondere dieser – da kann ich gut vergleichen 🙂 Sonnige Grüße aus Madrid (wo ich derzeit als Grundschullehrerin arbeite) und danke für die alle Tipps, Ioana

  6. Danke für den „Blick“ in deinen Klassenraum, bzw. Unterricht! 🙂 Als frisch gebackene Lehrerin ist so etwas enorm hilfreich! Vor allem, weil du nich teinfach geschreiben hast „Ich mache einen offenen Anfang“, sondern genau beschrieben hast, wie das genau in deiner Klasse abläuft!!

    1. Hallo Janna,
      danke für die nette Rückmeldung. Ich finde so einen Einblick auch immer spannend. Leider bekommt man im Alltag doch sehr wenig von den Kolleginnen mit. Eigentlich schade, oder?

  7. Sehr interessant! Hilfreich, lehrreich, nachdenkenswert… Ich werde mich dieser Ideen hoffentlich erinnern, wenn ich nächstes Jahr meine erste erste Klasse habe 🙂

    1. Hallo Frau A. 🙂
      ich führe Buch über solche Sachen. Dazu nutze ich eine große Kladde, unterteilt in einzelne Schuljahre und Fächer. Dort notiere ich mir solche Dinge, klebe Post Its oder Fotos ein. Modernere Mensche machen so etwas vermutlich auf dem PC, aber ich bin ja ein wenig retro 😉

  8. Liebe Frau Weh, schon lange lese ich hier still mit. Ich lebe und arbeite im Hohen Norden, wo es jetzt schon um fünf wieder dunkel wird und nach den Herbstferien nächste Woche werden die erste und die letzte Stunde schon wieder (halb-)dunkel sein. Ich bin Muttersprachlehrerin für deutschsprachige Schüler bzw. für Kindern von Eltern die glauben, dass sie zweisprachig leben. Voller Sehnsucht lese ich die tollen Beiträge, Ideen, kritische Nachdenk-Anstöße und ertappe mich machmal bei dem Gedanken „Das müsste ich auch mal ausprobieren…“ – bis mir dann wieder einfällt dass ich ja jede Woche an mehr als 10 Schulen für nur 1 bis 2 Stunden reise, kein eigenes Klassenzimmer habe, und mein Lehreralltag so ganz anders ausschaut, als ich es gewohnt war und als es mir gut täte…
    Nachdem Schweden letzten Winter aber den gleichen Pisa-Schock erleben musste wie Dtl. 2001, notiere ich mir eifrig (in einem Notizbuch!) Anregungen und glänze vor meinen verunsicherten und ratlosen schwedischen Kolleginnen 😉 – auch dank dieses tollen Bloggs hier! Und vielleicht schaffe ich ja bald den Sprung an eine ‚richtige‘ Grundschule…
    Ich würde mich sehr über mehr solche Einblicke ins Klassenzimmer freuen, aber auch auf pädagogische Outfits bin ich schon gespannt. Ja, ich finde, dieser Aspekt wird absolut unterschätzt und ich verstehe nicht, warum man nicht auch „Dienstkleidung“ als Lehrerin steuerlich absetzen kann 😉 😉
    Herzliche Grüße aus dem dunklen, dunklen Stockholm,
    Barbara

    1. Liebe Barbara,
      wie schön, dass du heute den Schritt vom stillen Mitlesen zum Kommentieren gefunden hast! Denn wie hätte ich sonst deinen blog entdecken können, in dem ich mich gerade schon festgelesen habe?
      Dein Arbeitsleben hört sich tatsächlich schwierig an, auch wenn ich dich ein wenig um die unglaubliche Landschaft beneide, die dich umgibt. Zugegeben, die Dunkelheit möchte ich nicht haben, aber die Zimtschnecken … ooooh! Ich werde sofort weiter nach Rezepten und Fotos suchen 🙂
      Lass dich nicht unterkriegen, auch wenn die Rahmenbedingungen schwierig sind, vielleicht klappt es ja wirklich bald mit einer festen Grundschule. Ich wünsche es dir!

  9. Hallo Frau Weh,
    ich bin auch immer ganz neidisch, wenn jemand viele Stunden in seiner Klasse haben darf. Und ich finde es toll, bei anderen ins Klassenzimmer schauen zu dürfen und mir auch Ideen holen zu dürfen – auch wenn es bei mir dann anders aussieht.
    Ich bin 13 Stunden (oder drei Vormittage) in meiner Klasse (2. Schuljahr Förderschule GE), an den anderen beiden Tagen unterrichten zwei verschiedene Kolleginnen. Es muss also sehr viel abgesprochen werden, damit es einigermaßen rund läuft – und erstaunlicherweise klappt es in diesem Jahr relativ gut. Zumindest die Abläufe sind jeden Tag gleich.
    Und wir haben zum Glück fast in allen Stunden noch eine Kinderpflegerin, so dass zumindest eine Person jeden Tag da ist.
    Bei uns gibt es am Anfang des Tages auch erst einmal eine Pflichtaufgabe, die im Moment noch auf dem Tisch des jeweiligen Kindes liegt. Ist die erledigt, darf sich das Kind etwas aus dem Freiarbeitsregal holen. Nach den Herbstferien wollen wir uns dann so langsam an einen Wochenplan herantasten.
    Ich erlebe diese Art des Tagesanfangs als relativ entspannt, die Kinder wissen, was sie machen sollen, wir haben Zeit auf einzelne Kinder einzugehen und nach Hausaufgaben, Mitteilungsheften etc. zu schauen.
    Nach der „Freiarbeitszeit“ gibt es einen relativ ausführlichen Morgenkreis, der jeden Tag von einem anderen Kind geleitet wird – nach Plan. Sie machen das ziemlich gut und sind stolz, dass sie mal der „Chef“ sind.
    Wir haben zwar keine Strichliste, aber für jedes Kind und jeden Erwachsenen einen Magneten mit Namen, der an die Tafel gehängt wird – und zwar auch noch richtig zu Mädchen oder Junge (das war am Anfang gar nicht so einfach).
    So können wir aber auch die Anwesenden zählen – und ich mache momentan noch die Strichliste daneben.
    Nach einer guten Zeit zum Vorlesen suche ich noch – Frühstück geht nicht, da müssen sich alle noch zu sehr aufs Essen konzentrieren. Aber jetzt bin ich mal wieder motiviert, mich damit zu befassen.
    Danke für den ausführlichen Bericht – ich bin gespannt auf weitere,
    Petra

  10. Wieder einmal ein toller Beitrag, der -wie so oft- um einiges interessanter ist, als so mancher Material-Post! Bitte mehr davon =) LG aus Österreich sendet Christina

  11. Liebe Frau Weh,
    ich bin die unbekannte Kommentatorin mit der Strichliste. Ich erfreue mich immer noch an dieser Idee – ist sie doch eine der Aktionen, die so banal sind, das man sich fragt, warum man nicht schon viel früher darauf gekommen ist. Außerdem arbeiten meine Kinder damit. Inzwischen sind die Zählstriche grün und blau für die Einer und Fünfer, es gibt einen Zehnerstrich und heiße Debatten darüber, ob der Zehnerstrich den zweiten Fünferstrich ersetzt oder zusätzlich gemacht werden muss.
    Das Beste aber ist – ich freue mich immer, wenn die Zahl der Zählstriche nicht stimmt (und das tut sie fast nie, auch nach 2 Jahren nicht). Denn jeden Morgen müssen die fehlenden Striche ergänzt werden. Zuerst der Fünfer voll, dann evtl. noch einen ganzen Fünfer bzw. der Rest, insgesamt waren das … – Jeden Tag ergänzen.
    Inzwischen ist den 2. Klässern (ich arbeite in einer 1/2) auch klar, dass man z. B. bei 13-5 logischerweise den kompletten Fünfer wegnimmt und dann einen Fünfer und drei übrig hat. Bei schwierigen Aufgaben, ist das Fünferbündel eine Vorstellung auf die ich mich immer berufen kann. Das haben alle im Kopf.
    Wie gesagt – ich bin seit 25 Jahren Lehrerin, aber diese Idee kam mir erst vor etwa zwei Jahren – tja
    Lg Brigitte

  12. Das war wieder mal ein sehr interessanter Beitrag!
    Heute stelle mir so eine tägliche Freiarbeitsphase toll vor. Ich kann mich aber noch gut an meine eigene Volksschulzeit erinnern und jeder Dienstag bestand fast ausschließlich aus Freiarbeit. Ich konnte das nach ein paar Stunden überhaupt nicht mehr leiden. 🙂 In der 4. Klasse änderte sich das mit der neuen Lehrerin. Sie baute auch Freiarbeitsphasen ein, aber die dauerten nicht den ganzen Tag und die Aufgaben waren für die einzelnen Kinder individualisiert. Zuvor mussten eigentlich alle das gleiche machen. Von so ca. 12 Aufgaben mussten 10 oder so erledigt werden.

  13. Hallo Frau Weh,
    du schreibst, dass bei euch die Kinder zwischen 7.30 und 8.00 eintrudeln.
    Wann ist denn bei euch offizieller Unterrichtsbeginn?

    Ich kenne das so:
    Wenn der offizielle Beginn beispielsweise 7.45 ist, gibt es 15 Minuten vorher eine Aufsichtspflicht.
    Die Kinder können also ab 7.30 ins Klassenzimmer und werden ab da beaufsichtigt, um 7.45 müssen aber alle da sein.
    Man kann dann natürlich weiter Freiarbeit machen—aber die Kinder haben Anwesenheitspflicht und können nicht einfach später eintrudeln.

    Bei euch scheint das ja anders zu sein.

    LG
    indidi

    1. Das ist bei uns auch so. Unterrichtsbeginn ist um 8.00 Uhr, ab 7.45 Uhr sind alle Kolleginnen in ihren Klassen. Da ich aber sowieso früh da bin, können die Kinder auch früher rein. Bedingung: Sie müssen mich meinen Kram in Ruhe erledigen lassen. Das klappt ganz gut.

  14. Liebe Frau Weh,

    was macht man wenn man kinderlos ist und dem Lehrerberuf ganz fern ist?
    Man liest trotzdem Ihren Blog… weil er Einblick gibt in eine ganz andere Welt.

    Ich selber arbeite als Leiterin in einer IT-Abteilung und ja hier habe ich 12 Kinder… ob Ihre oder meine Kinder mehr Aufmerksamkeit brauchen… ich glaube fast es hält sich die Waage.

    Danke trotzdem, das ich einen Blick in eine andere Welt haben darf.

    Hoffentlich weiter so 😉

    Liebe Grüße

    1. Hallo Nicole,
      solche Kommentare freuen mich tatsächlich besonders! Gerade bei einem Beitrag wie diesem, der sich ja nicht einmal fluffig liest. Ich hoffe aber inständig für Sie, dass Ihre 12 Kinder bereits ein wenig mehr Eigenständigkeit an den Tag legen wie meine 😉

  15. Liebe Frau Weh, vielen Dank für diesen kleinen Einblick 🙂 Sehr interessant zu lesen, wie eine Grundschule heute aufgebaut sein kann. Und das mit der Vorlesezeit und dem Bullerbü-Tisch ist eine so süße Idee!

  16. Liebe Frau Weh,

    danke für deinen Einblick in deinen Grundschulmorgen. Ähnliches habe ich beim Hospitieren in einer Grundschule erlebt, aber dort fehlte die positive Grundstimmung trotzdem. Ich glaube also, es liegt unwahrscheinlich viel an der Lehrerpersönlichkeit.

    viele Grüße aus der Provinz von Frau Henner

    1. Liebe Frau Henner,
      davon bin ich überzeugt! Gerade in der Grundschule erledigt ein Großteil der Schüler die Arbeit für Ihre Lehrerin. Das birgt viel Möglichkeit, aber auch viel Verantwortung. Leider habe ich auch schon Kolleginnen erlebt, die diese unbedingte Zuneigung auf unpassende Art ausnutzen oder darin ihre Macht demonstrieren.

  17. Hallo Frau Weh,

    vielen Dank für den Einblick in deinen ritualisierten Morgen.

    Bei mir in der 1. Klasse (26 Kinder) läuft vieles sehr ähnlich ab.
    Der Morgen beginnt ebenfalls mit einem offenen Anfang. Sobald ich als Klassenlehrer meine morgendlichen Vorbereitungen erledigt habe, drehe ich ein Zeichen an derEi9ngangstür um und die Kinder können herein kommen.
    Dann ziehen sie sich Hausschuhe an (die Straßenschuhe werden mit einer Wäscheklammer – in Fußform aus dem 1€ Shop – zusammengesteckt, damit sie nicht im Flur herumfliegen). Im Klassenzimmer geben sie die Hausaufgaben in ein dafür vorgesehenes Körbchen ab und holen Etui und ihr Logbuch (ein Lerntagebuch) heraus und stellen es auf einen Leseständer auf den Tisch. Anschließend können sie de freie Zeit nutzen, um in der Leseecke zu stöbern, zu malen, zu spielen oder eben auch frei zu arbeiten.
    Mit Begin des Gongs beginnt dann das „Forum“. Wir treffen uns im Sitzkreis auf dem Teppich und besprechen den Tagesverlauf anhand der Transparenzysymbole. Danach singen wir ein Begrüßungslied. Im Forum haben die Schuler Gelegenheit etwas wichtiges (!) zu erzählen, etwas zu zeigen, Fragen zu stellen oder Probleme, die beim Arbeiten am gestrigen Tag aufgekommen sind, zu erläutern Zum Ende des Forums wiederholen wir die Regeln für die freie Lernzeit. Ich benenne den aktuellen Stand des Wochenziels jeden Schülers und dann geht’s an die Arbeit.
    Stichwort Wochenziel:
    Immer freitags sucht sich jeder Schüler für die kommende Woche ein Wochenziel aus, welches er in der freien Lernzeit bearbeiten und erreichen möchte, zum Beispiel: eine Geschichte schreiben (mit allem drum und dran- natürlich noch nicht in Klasse 1 ), oder 5 Seiten im Trainingsheft Mathematik oder ein eigenes Heft zu Zootieren erstellen usw. Dieses Ziel wird im Logbuch notiert und wiederum freitags geschaut, ob es erreicht wurde (wenn nicht, warum nicht). Diese Stunde nennt sich Logbuchrunde.
    Zurück zum Alltag:
    Nach Auflösung des Forums schreibt jedes Kind in sein Tagebuch (ein kleines Schreibheft mit einem Bändchen zum Zubinden, weil besonderes Heft). Dort hinein wird gemalt und/oder geschrieben, was man am Vortag so gemacht hat. So erfahre ich unglaublich viel von den Kindern und man kann „nebenbei“ die Schreibentwicklung gut beobachten. Tagebuch schreiben wir jeden Tag, vier Jahre lang. Ich sammle die vollen Hefte und übergebe sie den Kindern am Ende der Klasse 4 bei unserer letzten Übernachtung in der Schule mit einer großen Schleife drum. Das ist für die Kinder immer sehr schön, wenn sie sehen, wie sie in Klasse 1 geschrieben haben und eine tolle Erinnerung.
    Nachdem Tagebuch geschrieben wurde, üben sie die Lernwörter (gemeinsame und individuelle – die individuellen ergeben sich ebenfalls aus den Verschriftlichungen im Tagebuch).
    Danach dann beginnt die Arbeit am Wochenziel.
    Gegen Ende der zweiten Stunde wird Aufräummusik eingespielt. Die Kinder bringen Ihre Materialien weg und kommen mit dem Logbuch wieder in den Sitzkreis. Nun beginnt die „Freiarbeitskonferenz“. Jedes Kind trägt ins Logbuch ein, was und wie viel er von seinem Wochenziel geschafft hat und bewertet seine Arbeit durch Ankreuzen von verschiedenen Smileys. Zusätzlich bekommen jeden Tag 1-2 Kinder die Gelegenheit ihre Arbeit ausführlich vorzustellen. Sie erzählen, was sie gemacht haben, wie sie es gemacht haben, wie weit sie gekommen sind, wo es Probleme gab, was schwierig war etc. Alle anderen Schüler hören zu und geben dem vorstellenden Kind anhand einer selbstgebastelten Ampel ein Feedback zu dessen Arbeit. Am Ende bekommt das vorstellende Kind einen Applaus zur Würdigung der Arbeit.
    Danach ist Hofpause. Anschließend Frühstückspause.
    Zu Beginn der 3. Stunde ist die Klassenversammlung. In dieser werden Dienste eingeteilt, aus einem Buch vorgelesen sowie die Hausaufgaben besprochen und verteilt. Einmal pro Woche findet anstatt der Klassenversammlung dann der Klassenrat statt.
    Nach der Klassenversammlung folgt dann meistens eine gemeinsame Einführung von Inhalten aus den verschiedensten Fächern.

    Soweit der morgendliche Beginn in meiner Klasse.

    LG von einem Grundschullehrer

    1. Hallo Herr S.,
      vielen Dank für deine ausführliche Schilderung. Ich finde es so interessant, einen Einblick in die Unterrichtsorganisation von Kollegen zu bekommen! Das Tagebuch interessiert mich sehr. Wir schreiben freitags einen Wochenbericht, auch diesen sammle ich über die Jahre. Manchmal habe ich das Gefühl, mir diese Zeit freischaufeln zu müssen, daher würde ich gerne wissen, wie es bei dir zeitlich aussieht: Klappt das Schreiben wirklich mit jedem Kind an jedem Tag? Habt ihr feste Unterichtswerke? Wenn nein, ist das im Schulprogramm verankert? Gibt es verbindliche Curricula, an die sich alle Kollegen halten? Bereitet ihr im Team vor? Es klingt nach viel Vorbereitung und Planung.

      Oh, du siehst, ich habe tausend Fragen 😉
      Vielleicht magst du noch einmal antworten, ich würde mich freuen!

  18. Klar antworte ich 🙂

    Jedes Kind schreibt jeden Tag in sein Tagebuch. Die ganzen 4 Jahre lang. Ausgenommen sind Tage nach einem Ausflug o.ä., da schreiben sie in die „Eigenfibel“ hinein. Dort stehen nur die „Besonderheiten“. Erstklässler schreiben mindestens 1 Satz ins Tagebuch (anfangs nur malen, dann malen und ein Wort, dann immer mehr), Kinder im zweiten Schuljahr schreiben mindestens 3 Sätze, Kinder der Klasse 3 schreiben mindestens 5 Sätze, im vierten Schuljahr dann mindestens 7 Sätze. Mehr darf man selbstverständlich immer schreiben. Das Schreiben dauert natürlich bei jedem Kind unterschiedlich lange. Klar denkt man manchmal, dass es „zu lange“ dauert, aber es lohnt sich. Die Schüler produzieren sich somit ja jeden Tag schriftlich. Ich kann mit jedem Kind an seinen Rechtschreibfähigkeiten arbeiten und erfahre einfach sehr viel, auf das ich gegebenenfalls eingehen kann.
    Wörter, die falsch geschrieben werden und die ich für wichtig erachte für dieses Kind, notiere ich mir und sie werden zu individuellen Lernwörtern für dieses Kind. Bsp: Wenn ein Kind stets „Bruda“ schreibt, bekommt es „Bruder“ als Lernwort. Ein anderes Kind, welches gar keinen Bruder hat, braucht dieses Lernwort anfangs noch nicht.

    Zu den anderen Fragen:
    Ich bin (wie du) dieses Jahr neu an meine aktuelle Schule gekommen, deshalb kann von Verankerung im Schulprogramm noch nicht die Rede sein.
    Ich habe zuvor 1o Jahre lang jahrgangsübergreifend gearbeitet und mir deshalb viele Konzepte für individuelles, differenziertes Arbeiten überlegt, die ich nun, in einer reinen Jahrgangsklasse allerdings genauso praktiziere.
    Zurzeit arbeiten wir in Mathematik mit „Flex und Flo“ und in Deutsch mit „Tinto“.
    Ja, es gibt natürlich verbindliche Curricula, die gemeinsam erstellt wurden.
    In einer zweizügigen Grundschule ist ein „Team“ natürlich klein, aber es finden wöchentlich Besprechungsstunden statt, die im Stundenplan so festgelegt wurden, dass die jeweiligen Lehrer der Parallelklassen um die gleiche Uhrzeit Schulschluss haben, damit sie sich zusammensetzen und absprechen können. Fachlehrer, Sonderpädagogen und I-Kräfte können nach Bedarf dazu kommen.

    Genau genommen ist ein offener, schülerorientierter Unterricht nicht mehr oder weniger Arbeit bezogen auf Planung und Vorbereitung. Es ist nur anders. Genau wie die Kinder nicht mehr oder weniger lernen, sondern einfach auch nur anders lernen.
    Meine Erfahrung ist, dass Struktur und Ordnung im Klassenraum sowie Rituale und Regeln den Kindern gut tun, ihnen Sicherheit geben und den Alltag erleichtern. Sie werden viel schneller selbstständig und zu autonomen Lernern. Ich sehe mich insofern auch als Lernbegleiter an, der ihnen eine anregende und motivierende Lernumgebung schafft.

    Gruß
    Herr S.

    1. Lieber Herr S.,
      danke für die weiteren Ausführungen. Ich finde mich und mein Arbeiten in vielen Dingen wieder. Mit Tinto habe ich übrigens gerne gearbeitet, wir haben an unserer Schule ja Flex und Flora und ich merke, dass ich trotz des sehr durchdachten Materials immer wieder zu einzelnen Elementen aus Tinto greife. Einen guten Start morgen!

  19. Liebe Frau Weh,
    ich danke dir von Herzen! Ich bin (immernoch -Babypause) Referendarin und muss mich meiner verstaubten Grundschule anpassen, dass es mir das Rückrat bricht. Ich darf 2 Stunden Sachunterricht und 3 Stunden Sport in einer ersten Klasse unterrichten und versuche den „Frontalen Dienst“ aufzubrechen, aber es gelingt mir nicht – es kann mir nicht gelingen, da die KINDER zu Steinen in Bankreihen gezwängt werden. Die Klassenlehrerin bewundert mich mit meinen Projekten und ist merklich neidisch, dass die Kinder mich mögen, hält sie doch den „besten“ Frontalunterricht mit Ruhe und Disziplin und Mimi und Mo… Ich bin froh, dass ich für Deutsch und Mathe noch in zwei 4. Klassen unterrichten darf und mich dort besser ausleben kann. Ich danke dir für deinen Artikel und freue mich schon, wenn ich auch so offen arbeiten kann!
    Liebe Grüße
    Katja

    1. Das zu lesen tut mir leid. Vielleicht ist es da ein Trost für dich, dass Grundschuljahre schnell vergehen und es immer wieder neue Klassen gibt. Und irgendwann wird es auch deine eigene sein, in der du deine Ideen umsetzen kannst. Bis dahin wünsche ich dir ein dickes Fell und gutes Durchhaltevermögen!

  20. Liebe Frau Weh, erst einmal danke für den schönen Einblick, in deinen tollen Unterricht! Als Mama merke ich dennoch, wie mir ganz flau ums Herz wird. Ich lese hier bei vielen tollen Lehrern mit. Doch jeder hat auch zu kämpfen gegen verstaubte Strukturen, mächtige Lehrerpersönlichkeiten, den Schulgong oder was auch immer. Als Mama macht mir das manchmal Angst, wenn ich meine Kinder vor Augen habe und die Sorge, dass ihre Individualität nicht ernstgenommen werden könnte. Schlichtweg, weil Zeit, Ruhe oder auch Möglichkeiten dem Lehrerpersonal fehlen.

    Ich bin gespannt, was uns erwartet. Sehr sogar! Und ich hoffe auf Striche, einzig und allein PausenGongs, vorbereitete FreiArbeit und BullerbüTische…

    1. Liebe rage,
      ich kann deine Zweifel nachvollziehen, merke ich doch an meinen Kindern, dass Individualität schön und gut ist, in einem System wie Schule aber schnell an Grenzen stößt. Im Guten wie im Schlechten. Wichtig finde ich (und das ist auch, was ich mir für meine eigenen Kinder erhoffe), dass immer jmand da ist, der die Augen offen hält und mit dem Herzen dabei ist.

  21. Liebe Frau Weh,
    in einem früheren 1.Schuljahr habe ich während der Frühstückspausen einige Bücher von Timo Parvela (ein Lehrerkollege übrigens) vorgelesen, „Ella in der Schule“ finde ich immer wieder super.
    Dieses Jahr klappt es leider nicht so, da unser Stundenplan dafür etwas ungünstig ist, aber ich suche noch nach einem freien Zeitfenster.
    Danke auch von mir für dieses tolle Blog! Was macht die Harfe? Oder habe ich etwas verpasst?
    Liebe Grüße,
    Ulrike

    1. Liebe Ulrike,
      leider macht die Harfe noch nichts. Ich werde sie vermutlich doch in eine Werkstatt geben müssen. Danke für die Buchtipps, darüber freue ich mich immer!

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