Shortie George! Boogie Down! Trucking!

Das Leben als Musiklehrerin in der Grundschule stellen sich viele Menschen ja gerne als harmonisches Konglomerat freudvoller Momente inmitten lieblich singender Kinder vor. Nun, ohne dem ein oder anderen Leser zu nahe treten zu wollen, aber dies trifft nicht ganz die Realität. Wir singen nämlich nicht nur, wir tanzen auch noch. Und das völlig ungeachtet unserer körperlichen Eignung. Ein echter Pädagoge ist hart im Nehmen und ich möchte kurz ein Beispiel dafür anbringen:

Heute morgen traf mich während der Freiarbeitsphase bei den Erstklässlern ein Stuhl am linken Fußknöchel. (Nein, er wurde nicht geworfen, er wurde zurückgeschoben. Ich möchte dies dringend klarstellen!) Im ersten Moment war das nicht weiter schlimm. Auch nicht im zweiten, jedenfalls nicht Grund genug, um die versprochene Tanzstunde mit den Großen ausfallen zu lassen. Wir üben Hip Hop Moves und ich kann von Glück reden, dass die Viertklässler noch nicht raushaben, dass das, was ich ihnen als Dougie, Susie Q oder Smurf vorturne, für den kundigen Zuschauer wohl eher ein gepflegtes Training der Lachmuskeln darstellt als ein ernstzunehmender Workout. Ich hingegen bin am Ende dieser Stunden immer restlos erschöpft, da fließt ehrlich erworbener Schweiß. Immerhin mein Chest Pop ist mittlerweile ganz annehmbar. Aber zurück zu meinem angeschlagenen Knöchel, dieser ist nämlich mittlerweile dick und blau gesmurft und gejerkt. Ganz klarer Fall von Arbeitsunfall. Jeder vernünftige Mensch würde sich nun mit einem Eisbeutel aufs Sofa legen und die nächsten drei Tage nicht mehr aufstehen. Nicht so aber die durch und durch bekloppte motivierte Grundschullehrerin, die den Schülern für morgen etwas ganz Besonderes versprochen hat! Ist aber kein Problem, ich hab da schon was vorbereitet. Schnappt euch schnell zwei Pappteller und dann alle im Chor:

Shortie George! Boogie Down! Trucking!

 

 

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14 Kommentare zu „Shortie George! Boogie Down! Trucking!

  1. Vor allem das Glitzerschmeißen am Ende ist ja herzallerliebst.
    Herzlichen Dank für den Spaß am Abend, aber ich würde dann ja nur zu gerne Maus in deinem Klassenzimmer spielen, solltest du das jemals durchführen. Und vor allem die Blicke der (ent)begeisterten Viertklässler 🙂

    Und direkt dahinter solltest du mit den Kindern „jede Zelle meines Körpers“ tanzen 😉

  2. Oh mein Gott! Das ist mega-trashig. Am coolsten find ich das kleine Mädchen in der ersten Reihe, das immer wissend mitnickt. Heute schämt sie sich bestimmt dafür!

  3. Vor 10 Tagen habe ich meinen 4. Klässlern gezeigt wie das mit de Rock’n Roll so ging … extra mit einem „leichten Mdchen“. ( Springen, Hüftschwing, das volle Programm). Jetzt hab ich Rücken und zwar so richtig (werde wohl doch mal zum Arzt, räusper) … selbst auf dieGefahr, dass sich vor lachen dann Rücken kriegt. … Aber die Kinder waren sehr beeindruckt!

    1. :mrgreen:
      Du weißt gar nicht, WIE sehr ich mich über diesen Kommentar gefreut habe. Natürlich nicht, weil es dir schlecht geht! (Gute Besserung!) Aber es tut so gut, zu wissen, dass man nicht allein ist 😉

  4. Na wenn es dir mit geteiltem Leid besser geht, hier meine Geschichte: Sportunterricht 52 Erstklässler, die ausgepowert werden wollen, Lernbereich Gymnastik-Tanz. Eigentlich wollten wir eine Choreographie zu „Daylight in your Eyes“ machen, aber da meine Kollegin die CD falsch gebrannt hatte, mussten wir auf vorhandene Musik zurück greifen – „On the Floor“ die Kids wollten es DREI mal (sie hätten noch mehr gemacht…) Einen Tag später hatte ich Muskelkater vom Feinsten…

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