Guglst du schon?

Es mag ja Menschen geben, die behaupten, ein Gugelhupf sei bei diesen Temperaturen keine Option.

Natürlich haben sie Unrecht.

GugelhupfDen Napfkuchen gibt es schon deutlich länger als die gleichklingende Suchmaschine. Allerdings ist sie äußerst hilfreich, wenn man sich über die Entstehung desselben bemühen möchte. Ihr könnt diesen Schritt jetzt gerne auslassen, ich hab da schon was vorbereitet: Der Legende nach geht der Gugelhupf auf die Heiligen Drei Könige zurück, die auf dem Rückweg ihres christkindlichen Antrittsbesuchs so herzliche Aufnahme im Elsass fanden, dass sie ihren Gastgebern als Dank einen Hefekuchen in Turbanform buken. Mein Rezept kommt – und hier schlage ich dann wieder die Brücke zum Wetter – heute lieber ohne Hefe aus und hat daher mit dem klassischen Gugl nur noch die Form gemein. Kann man trotzdem gut essen. Schon der Teig ist so ungemein lecker, dass man Kinder und Ehemänner möglichst fernhalten sollte. Nicht auszudenken, würde einer seine Pfoten vor lauter unbeherrschter Gier in die Rührschüssel halten. Das wäre es dann mit der sonntäglichen Ruhe! Also, Familie aussperren und erst wieder Einlass gewähren, wenn der Kuchen im Ofen und die Schüssel bereit zum Ausschlecken ist. Besser ist das!

Ein guter Gugl (beachtet bitte wohlwollend die attraktive Alliteration gu Gu) braucht Zeit. Daher ist er  geradezu prädestiniert für einen Ferienkuchen. Er braucht lange im Ofen und mindestens noch einmal so viel Zeit zum Auskühlen, bis man ihn ganz zart und möglichst aus einem Stück aus der Form tätscheln darf. Aber ich kann nur sagen, der Aufwand lohnt.

Joghurt – Gugelhupf mit Apfelmus

180 g Margarine

320 g Zucker (Ich mische weißen und braunen. Warum auch immer.)

3 Eier

gemahlene Vanille

350 g Apfelmus

175 g Vanillejoghurt (Wenn ihr es weniger süß mögt, empfehle ich Naturjoghurt.)

340 g Mehl

50 g gemahlene Mandeln

2, 5 TL Backpulver

1 TL Natron

2 TL Zimt

eine Prise Salz

Den Backofen auf 180 ° C vorheizen. Eine Gugelhupfform (akribisch! Zu wenig Einsatz rächt sich später!) fetten und mehlen. Die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Butter, Zucker, Eier in einer zweiten Schüssel verrühren. Vanille, Apfelmus und Joghurt dazugeben. Die Mehlmischung einrühren und gut drei Minuten lang zu einem flüssigen Teig rühren. Alles in die Form gießen und dann für mindestens 60 Minuten (mein Ofen lässt sich rund 70 Minuten Zeit, Stäbchenprobe!) ab in die Wärme.

Der fertige Gugl kommt ganz bescheiden mit einer leichten Puderzuckerbestäubung aus, darf aber natürlich auch nach Belieben mit Vanilleeis oder Sahne gepimpt werden. Das wäre dann sozusagen ein Gugl-Upgrade. Lasst es euch schmecken!

 

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12 Kommentare zu „Guglst du schon?

  1. Oh, das klingt aber richtig lecker!!! Der Kuchen bäckt bei 180 Grad? Nur für den Fall, dass ich auf alle Bikini-Diät-Versuche pfeife und mich lieber an ein derart verlockendes Backwerk mache.

  2. dankeschön für das suuuuuper rezept, klingt erfrischend und exotisch…kennen wir in Wien nicht!lg angelika

  3. Kann mich verfuchstundzugenäht anschließen,Gugelhupf geht und passt immer. UND IST niemals verkehrt. Danke für das Rezept. 🙂

  4. Vielen Dank für das leckere Rezept – war heute nach der Schule direkt einkaufen und kurze Zeit später hat das ganze Haus geduftet! Der Kuchen schmeckt suuuperlecker!!! Normalerweise backe ich nur am Wochenende, aber ich war zu neugierig, um so lange zu warten 🙂

  5. Hab den Kuchen auch grad nachgebacken und wenn er so gut schmeckt, wie das Rezept klingt, werd ich ihn gleich nächste Woche für’s Schulsommerfest nochmal backen. 🙂 Danke.

  6. Kann man die Margarine auch durch Butter ersetzen?
    Ich werde es ausprobieren! 😉
    VIelen Dank für das verheißungsvolle Rezept!

  7. Liebe Frau Weh, nach ein bisschen stöbern im Rezeptesammelsurium hab ich das Rezept für den Guglhupf wiedergefunden. Perfekt für das anstehende, heiße Wochenende. Der Schokoladenkuchen wär mir sicher verschmolzen.
    Liebe Grüße von einem sonst sehr stillen Mitleser.

    Annika

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