Ab in die Küche II

Baked BeansWunscherfüllungsservice Weh: Mehr Essen im Blog!     An diesem rasend schnellen Mittagessen werden sich vermutlich die Geister scheiden. Denn bei Bohnen gibt es ja kein mag ich ein bisschen. Entweder man liebt sie oder man hat das Prinzip nicht verstanden man liebt sie nicht. Ich liebe sie um der Bohne selbst willen, aber auch aus nostalgischen Gefühlen. Als ich als Studentin in Summerhill war, waren baked beans das einzige Schulessen, das ich so richtig gerne mitgegessen habe. Der Rest war traurig, matschig und meistens irgendwie grau. Ganz im Gegenteil zu diesen prallen Burschen, die uns von meinem heutigen Teller entgegenlachen. Das Ganze wieder in unter 10 Minuten*, versprochen.

Die bereits beim letzten Mal so gepriesenen schockiert gefrosteten Zwiebelwürfel kommen mit 2 Esslöffeln Tomatenmark und einem Esslöffel Kurkuma in die heiße Pfanne. Wer mag, kann eine Portion gewürfelten Räuchertofu mitanbraten. In der Zwischenzeit eine Dose weißer Bohnen abtropfen lassen und eine Dose gestückelter Tomaten öffnen. Nach ein, zwei Minuten können die Bohnen dazu, sowie 2 EL Agavendicksaft. (Alternativ geht auch Zucker. Aber Zucker ist in der modernen Küche ja mittlerweile das, was Chantal und Kevin lange Zeit in der bildungsorientierten Namensgebung waren: ein No-Go.) Rühren, rühren, rühren und dann die Tomaten dazu geben. 5-8 Minuten ohne Deckel köcheln und etwas reduzieren lassen. Nach Geschmack würzen. Meiner ist ein bisschen seltsam exquisit, ich gebe Salz, gemahlene Vanille, Chili und etwas Zimt dazu.

Wer hat hier gerade laut Bah! gesagt!?

Das schmeckt super! Ehrlich!

Der Salat rutscht heute in Rekordzeit aus der Tüte (siehe *) und bekommt ein wenig Unterstützung durch Sonnenblumen-, Pinien- oder sonstige Kerne. Dressing drüber (-> Marmeladenglas im Kühlschrank), zwei Tomaten anbei, Bohnen dazu und fertig ist der frühlingsbunte Teller. Das geht – hassenichgesehn – schneller als die Zahnzwischenraumreinigung, die nach dem Genuss eines handelsüblichen Erdnussriegels nötig wird. Schnell nachkochen und beglückt aufseufzen.

So und jetzt mal ein Sternchen * …

… Falls sich jemand wundert, dass so vieles im Hause Weh tiefgefroren oder aus Plastikverpackungen rutscht: Das sind die Zugeständnisse, die ich in der Mittagsküche mache. Das Hauptfamilienessen gibt es bei uns abends und wird mit deutlich variablerem Zeitbudget zubereitet. Da wird dann auch das Gemüse liebevoll selbst geschnickelt und der Salat frisch gezupft und gewässert. Aber wenn ich eins in den letzten Jahren zwischen Schule und Familie gelernt habe, dann ist es der entspanntere Umgang mit den eigenen Ansprüchen. Natürlich wollen wir alle eine tolle Lehrerin, super Mutter oder Weltenretterin sein. Aber vielleicht ist es auch schon einmal ein Anfang, mittags gesund und schnell satt zu werden. So fürs eigene Bauchgefühl.

Hmm? 🙂

 

Advertisements

14 Kommentare zu „Ab in die Küche II

  1. Diese neue Erweiterung des Blogs gefällt mir gut, weil ich auch vor diesem Problem stehe: keine oder wenig Zeit, großer Hunger und ein paar Vitamine und Ballaststoffe sollten es ja dann doch sein! Schöne Ideen, die ich definitiv demnächst mal nachkochen werde! Danke für die Rezepte und den ganzen Blog, der mir so oft aus der Seele spricht!

  2. Liebe Frau Weh,
    da freue ich mich schon auf die nächsten Mittagserlebnisse, zumal wir das auch als veganer Haushalt kochen können und wir Bohnen liiiieben.

  3. Tiefgefroren ist super!! Aber noch besser ist die Anschaffung eines Nicer Dicer! (Ehrlich, ich bin eigentlich echter Teleshopping-Produkt-Gegner, aber dieses Ding ist der Hammer!) Damit schneidest du die Zwiebel schneller als du den Tiefkühlschrank öffnest, die Verpackung aufpfriemelst und dann das Tütchen wieder wegpackst… und in der gleichen Rekordgeschwindigkeit ist die Tomate gewürfelt oder die Zucchini in Scheiben. Ist mein Alltags-Lebensretter und uneingeschränkt zu empfehlen!!

    1. Silke, das Teil klingt auch spannend. Unser Problem ist, dass wir meist keine Zwiebel daheim haben 😉 Wir brauchen so wenig (die Jüngste verträgt sie nicht gut), dass wir immer ein Netz kaufen und dann eine Schnippelsession machen und einfrieren.

  4. Liebe Frau Weh!
    Geht es Ihnen gut? Ich vermisse Sie und ihre Beiträge…..der Lehreralltag ist hart ohne Weh’sche Beiträge😊-hoffentlich bis bald.
    Liebe Grüße
    Frau L.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s