erstklassig

Schreiben ist eben doch eine nützliche Kulturtechnik:

Erstes Schuljahr

Advertisements

11 Kommentare zu „erstklassig

  1. Oh, oh… Das Kind wird jetzt sein Leben lang farapreded schreiben. (Beipackzettel für Nur-in-den-Zeilen-Leserinnen: Dieser Kommentar enthält Spuren von Ironie.)

    1. Ich betreue im Moment 6 studentische Hilfskräfte. Muttersprachler, angehende Geisteswissenschaftlicher. Eine davon beherrscht Grammatik und Rechtschreibung, die anderen kriegen mindestens Groß-/Kleinschreibung und Zusammen-/Getrenntschreibung nicht hin. Heutiges Highlight: „Der Rechte Mann trägt einem Mittelscheidel mit Pomenade und guggt nach Oben Hinten.“. Ein für mich relativ neues Phänomen: „Oh, ich sollte das mit Rechtschreibung schreiben? Ja, ok, dann füg‘ ich noch die Rechtschreibung ein. Wusste nicht, dass das wichtig ist.“
      Ich habe 2 Kinder. Das eine hat sich tatsächlich in den ersten zwei Schuljahren, in denen nicht korrigiert wurde, Fehler angeeignet, die auch jetzt im Teenageralter noch fest sitzen; dabei ist es ein Bücherwurm. Das andere schreibt fast fehlerlos, obwohl es außer Comics gar nichts liest. Dem ersten hätte ich Korrektur von Anfang an durchaus gewünscht. Dem zweiten hätte das unnötigen Frust beschert.

      1. Ich lese aus deinem Kommentar dies: 1. Die Hilfskräfte können, wenn sie wollen, die richtige Schreibung einfügen, räumen ihr aber keine Priorität ein – oder wissen nicht um die Konvention, dass im Austausch mit Anderen orthographisch geschrieben wird. 2. Einem von zwei Kindern hätte fehlerorientierter Deutsch-Anfangsunterricht Frust beschert. 3. Bei dem anderen Kind wurde zwei Jahre lang überhaupt nicht korrigiert bzw. über Rechtschreibung nachgedacht – das wäre in der Tat fahrlässig

        1. Das 3. ist das, was auch die Hilfskräfte über ihren Grundschulunterricht berichten (wobei da auch die Erinnerung trügen mag) – und ja, an der Grundschule, die meine Kinder besucht haben, wurde ab Klasse 3 korrigiert, die ersten beiden Jahre sollte frei geschrieben werden.
          Die studentischen Hilfskräfte können leider auch wenn sie wollen nicht wesentlich besser. Sie korrigieren dann etwas, aber die grundsätzlichen Probleme bleiben bestehen. Ich glaube übrigens nicht, dass das für die meisten sehr wesentlich mit der späten Einführung der Rechtschreibung ins Schülerdasein zu tun hat; es wird halt im Unterricht kaum noch geschrieben und so kommt es zu keiner Routine. Mein Siebtklässler fühlt sich gröblich misshandelt, wenn von ihm eine DIN-A-4-Seite Text verlangt wird; das passiert aber auch nur etwa einmal pro Monat. Sonst gibt es nach wie vor Arbeitsblätter mit (winzigen) Lücken. Ich dachte tatsächlich lange, das wäre nicht so relevant, aber mittlerweile leide ich im Berufsleben doch sehr an den Folgen.

  2. Ich mußte ein zweites Mal auf diesen Blog kommen und das lesen, um „farapreded“ richtig zu übersetzen. Ich versuchte zunächst, ein „Fahrrad“ in dem Satz unterzubringen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s