macht euch jetzt bereit

… bis Weihnachten, bis Weihnachten ist nicht mehr weit.

Das Miniweh und ich adventeln dieses Jahr in Hochform. Wir singen, wir falten, schneiden, kleben und backen. Dazwischen schauen wir mal einen Weihnachtsfilm, bewältigen das übliche (und wie jedes Jahr gewaltige) Vorweihnachtsprogramm in Schule und Vereinen und  – das überrascht mich dann doch am meisten! – genießen es alle in vollen Zügen.

Ja, natürlich ist es viel! Selbstverständlich haben mich die Beratungsgespräche für die Viertklässlereltern auch diesmal an meine Belastungsgrenze und eins auch darüber gebracht. Aber trotzdem fühlt es sich jetzt im Moment nicht so grässlich an, nicht so gestresst oder fremdbestimmt.

Vielleicht liegt es am Schnee, der alles in pudergezuckerte Vorfreude und watteweiche frohe Erwartung hüllt. Denn das ist es ja, was ich am Advent schon immer so geliebt habe, die Vorfreude, die Erwartung, die Ankunft. Vielleicht ist es auch wieder ein Stück mehr gewonnene Gelassenheit. Wer weiß?

So lassen dann auch wir wieder Sterne aufgehen, verbringen Wochenendtage im Schlafanzug und gestehen uns das zu, was uns am meisten gut tut: Ruhe.

Und als es sich richtig anfühlt, packen Herr Weh und ich unsere Schuhe für eine Laufrunde mitten durchs Winterwunderland. Vor lauter entzückten Zwischenrufen komme ich leicht aus der Atemroutine, aber wie wunderbar ist es doch, dass die Schönheit um uns herum uns aus jeglicher Routine zu reißen vermag. Und es ist schön! Wäre ich nicht ein Verächter mehrerer sinnlos aneinandergereihter Satzzeichen, ich würde an dieser Stelle mit Ausrufezeichen nur so um mich werfen! Noch eins und noch eins und noch eins!

Wirklich alles sieht unglaublich aus. Und dann noch dieses Geräusch, wenn man auf den Schnee tritt! Dieses knirpsch – knirpsch – knirpsch! Kennt ihr das?

Meine Euphorie lässt erst ein bisschen nach, als ich in überfrorenen Matsch trete und feststelle, dass permeable atmungsaktive Schuhe möglicherweise nicht die beste Wahl für dieses Wetter darstellen. Das Geräusch der zerspringenden Matschkruste reißt es allerdings fast wieder raus: tschrrrroing -blatsch – tschsch.

Neben meinem (sehr verdreckten) Schuh seht ihr hier den deutlich pragmatischer beschuhten Fuß von Herrn Weh. (Nicht im Bild sind leider die kleinen Lebkuchenmännchen auf meinen Strümpfen. Wer möchte schon professionelle Laufsocken anziehen, wenn man stattdessen Weihnachtssocken tragen kann? Na also!) So sehen Heldenfüße aus!

Frischluftgestärkt wende ich mich dann der Korrektur der letzten Klassenarbeit diesen Jahres zu.

Und, nein, da gibt es jetzt kein Bild von.

 

 

 

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